Dienstag, 17. September 2019

Krisenticker US-Börsen schließen tief im Minus

5. Teil: Boeing noch stärker abgerutscht

9.05 Uhr: Nach fünf Tagen mit Kursgewinnen ist der Dax Börsen-Chart zeigen am Dienstag schwächer in den Handel gestartet. In den ersten Handelsminuten verlor der Leitindex mehr als ein Prozent auf 4615 Zähler.

Flugzeughersteller in Turbulenzen: Boeing
Getty Images
Flugzeughersteller in Turbulenzen: Boeing
8.10 Uhr: Der US-Flugzeugbauer Boeing ist im vierten Quartal noch tiefer in die gerutscht als zunächst bekanntgegeben. Der Verlust je Aktie falle vier Cents höher aus als Ende Januar berichtet, teilte der Airbus-Konkurrent am Montag mit. Als Grund nannte der Konzern den geringeren Beleihungswert von Flugzeugen in seiner Finanzierungssparte sowie Aufwendungen für ein Schiedsverfahren. Details zu dem Verfahren nannte Boeing nicht. Im Schlussquartal beläuft sich der Verlust je Aktie nun auf zwölf Cent, der Gewinn im Gesamtjahr verringerte sich entsprechend auf 3,67 Dollar.

8.05 Uhr: Der Bau- und Dienstleistungskonzern Bilfinger Berger nimmt wegen der Finanzkrise seine Wachstumsziele im Dienstleistungsgeschäft zurück. "Wir rechnen im laufenden Jahr mit einem rückläufigen Umsatz", sagte Thomas Töpfer, Vorstand der Bilfinger Berger-Tochter Industrial Services (BIS) dem "Handelsblatt". Halte die Krise auch in 2010 an, dann würde es "richtig schwierig" werden. Ursprünglich war Töpfer davon ausgegangen, dass allein der europäische Markt bis 2011 um gut 20 Prozent auf knapp 38 Milliarden Euro Umsatzvolumen zulegen werde und ein großer Teil davon auf die BIS abfalle.

7.00 Uhr: Die Schweizer Großbank UBS Börsen-Chart zeigen hat im vierten Quartal 2008 einen Verlust von 8,1 Milliarden Franken (5,35 Milliarden Euro) gemacht. Im Gesamtjahr gab es einen Reinverlust von 19,7 Milliarden Franken (13 Milliarden Euro), wie die Bank am Dienstag mitteilte. Die UBS hat eigenen Angaben zufolge allerdings einen "ermutigenden" Start ins laufende Jahr gehabt. Sowohl im Wealth Management als auch im Asset Management seien Nettoneugelder zugeflossen, wie die Schweizer Großbank am Dienstag bei Vorlage der Jahreszahlen für 2008 mitteilte.

6.30 Uhr: Die US-Regierung will Kreisen zufolge Anreize dafür schaffen, dass Privatinvestoren den Banken Problemwertpapiere in Milliardenhöhe abnehmen. Dies sei Teil des Bankenrettungsplans von Finanzminister Timothy Geithner, sagten mehrere über die Pläne informierte Personen am Montag. Geithner will seine Vorstellungen am Dienstag präsentieren.

6.00 Uhr: Infolge der Weltwirtschaftskrise schrumpft die Tonnage im Panamakanal. Nach einer am Montag veröffentlichten Analyse der Kanalverwaltung wird die Gesamtmenge der durch die internationalen Wasserstraße transportierten Waren in diesem Jahr 294 Millionen Tonnen betrage. Sie bleibt damit unter dem Ergebnis des Fiskaljahres 2007/2008, als 302 Millionen Tonnen transportiert worden waren. Ein Fiskaljahr dauert jeweils von 1. Oktober bis zu 30. September des Folgejahres. Im vergangenen Jahr haben den Kanal, der den Pazifik mit dem Atlantik verbindet, 14.702 Schiffe passiert.

manager-magazin.de mit Material von Nachrichtenagenturen

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