Mittwoch, 18. September 2019

Krisenticker US-Börsen schließen tief im Minus

2. Teil: Geithners Rettungsplan

17.45 Uhr: Die Probleme der Finanzbranche sind noch größer, als viele Investoren angenommen hatten:Nach Bekanntgabe der Rettungspläne für den Bankensektor durch US-Finanzminister Timothy Geithner haben die US-Aktienmärkte ihre Verluste ausgeweitet. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte gab um 3,5 Prozent nach und fiel deutlich unter 8000 Punkte. Der Dax Börsen-Chart zeigen gab bis Handelsschluss auf Xetra um 3,5 Prozent nach und schloss bei 4505 Zählern.

Zur Stabilisierung der Finanzbranche beteiligt sich die neue US-Regierung an einer Bad Bank. Der Staat werde diese Institution in einer Partnerschaft mit privaten Investoren aufbauen, kündigte Geithner an. Das Institut soll den angeschlagenen Banken zunächst faule Wertpapiere im Umfang von 500 Milliarden Dollar abnehmen. Der Finanzrahmen könne aber auf bis zu eine Billion Dollar anwachsen, teilte das Finanzministerium mit. Damit schlägt die US-Regierung einen Mittelweg zwischen einer rein staatlichen Verantwortung und dem Modell dezentraler Bad Banks für einzelne Institute ein. Die Investoren befürchten offenbar, dass die Pläne zur Bekämpfung der Finanzkrise nicht ausreichen.

16.29 Uhr: Der Ulmer Generika-Hersteller Ratiopharm streicht weltweit rund 600 Stellen. Die Arbeitsplätze sollen im Zuge eines Sparprogramms in den nächsten 12 bis 18 Monaten abgebaut werden, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Betroffen seien auch rund 200 der insgesamt 2850 Mitarbeiter in Deutschland.

Cadillac Converj, Elektroauto für die Zukunft: Zunächst einmal wird GM Stellen streichen
14.29 Uhr: Der notleidende US-Autobauer General Motors (GM) Börsen-Chart zeigen will laut einem US-Medienbericht weltweit nochmals 10.000 Stellen im Angestellten-Bereich streichen. Der Opel-Mutterkonzern verhänge zudem befristete Gehaltskürzungen, berichtete die Finanznachrichtenagentur Bloomberg am Dienstag. GM kann derzeit nur mit staatlichen Notkrediten überleben.

13.40 Uhr: Die Aussicht auf eine baldige Verabschiedung des US-Konjunkturpakets hat den Ölpreis am Dienstag wieder über die 40-Dollar-Marke geschoben. Der Preis für die führende US-Sorte WTI kletterte am Dienstagmittag über drei Prozent auf 40,87 Dollar je Barrel (159 Liter). Die Nordseesorte Brent lag mit 47,47 Dollar pro Fass ebenfalls über drei Prozent über dem Vortagesniveau. Zweifel vieler Anleger, ob das 800 Milliarden Dollar schwere US-Programm sowie die geplanten Hilfen für die gebeutelte US-Finanzbranche ausreichten, um die weltweite Finanzkrise zu überwinden, hatten am Vormittag die Stimmung gedrückt und für Preisabschläge beim Öl gesorgt.

13.00 Uhr: Die Lufthansa Börsen-Chart zeigen hat im Januar auf Konzernebene erneut weniger Fluggäste befördert als ein Jahr zuvor. Das Luftfrachtaufkommen brach sogar um fast ein Viertel ein. Die Zahl der Passagiere bei Lufthansa, Lufthansa Regional und Swiss sei um 6,7 Prozent auf 4,745 Millionen zurückgegangen, teilte der Dax-Konzern am Dienstag in Frankfurt mit. Die Sitzauslastung verschlechterte sich um 2,2 Prozentpunkte auf 74,3 Prozent. Das Frachtaufkommen brach auf Konzernebene um 24,3 Prozent auf 111.000 Tonnen ein. Die Auslastung schrumpfte um 11,89 Prozentpunkte auf 50,4 Prozent.

12:56 Uhr: Der zweitgrößte US-Paketdienst FedEx Börsen-Chart zeigen streicht wegen der Wirtschaftskrise in seiner Frachtsparte rund 900 Stellen. Dies sind etwa 2,5 Prozent der weltweit 35.000 Beschäftigten bei der FedEx-Tochter. Der Abbau folgt auf bereits konzernweite Einschnitte etwa bei Gehältern und Sozialleistungen.

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