Krisenticker Erste deutsche Bank streicht alle Boni

Die erste deutsche Bank, die Bonuszahlungen an ihre Mitarbeiter für 2008 komplett ausfallen lässt, ist eine Landesbank. Der Dax hat sich am Mittwoch erholt, doch der Dow Jones schließt mit klaren Verlusten. In Deutschland meldet Märklin Insolvenz an. Verfolgen Sie den Krisenticker auf manager-magazin.de.

22.05 Uhr: Erneuter Richtungswechsel an der Börse. Der Dax hat in den vergangenen zwei Handelstagen kräftig zugelegt, doch am Mittwoch rutscht der Dow Jones (Kurswerte anzeigen) wieder tief in die Verlustzone. Der US-Leitindex schließt mit einem Verlust von 1,5 Prozent bei 7956 Zählern und dürfte am Donnerstag auch den Dax belasten. Der Nasdaq Composite schließt knapp behauptet bei 1515 Zählern. Vor allem enttäuschende Unternehmensdaten, unter anderem von Kraft Foods  und Walt Disney , belasteten die Börse. Hinzu kommen neue Unsicherheiten im Bankensektor, die auf US-Finanztiteln lasteten.

21.45 Uhr: Die HSH Nordbank lässt einem Zeitungsbericht zufolge als erste deutsche Bank die Bonuszahlungen an ihre Mitarbeiter für 2008 komplett ausfallen. Darüber habe der Vorstand die Belegschaft in einem Mitarbeiterbrief vom 13. Januar informiert, berichtet das "Handelsblatt". Im Durchschnitt der vergangenen Jahre erhielten die rund 4750 Beschäftigten der Landesbank einen Bonus in Höhe von etwa 24 Prozent ihres Jahresgehalts.

Bei der HSH Nordbank konnte der Vorstand allein über die Streichung der Boni für 2008 entscheiden. Die HSH Nordbank muss für das abgelaufene Geschäftsjahr mit einem Verlust von bis zu zwei Milliarden Euro rechnen, schätzen Experten. "Wir gehen selbstverständlich davon aus, dass auch der Vorstand keine Bonuszahlungen und Gehaltserhöhungen erhält", heißt es in dem Mitarbeiterbrief. Endgültig beschließt darüber der Aufsichtsrat bei Vorlage des Jahresabschlusses.

20.30 Uhr: Nach einem hoffnungsvollen Start legen die US-Börsen den Rückwärtsgang ein. Der Dow Jones  baut bis zum Abend seine Verluste auf 1,6 Prozent aus und fällt auf 7946 Zähler, während der Nasdaq Composite  um 0,4 Prozent in den roten Bereich rutscht. Enttäuschende Unternehmenszahlen überwogen am Abend die Erleichterung über positive Konjunkturdaten wie einen leicht verbesserten ISM-Index.

Doch die Unternehmen bekommen die Wirtschaftskrise zu spüren: So verfehlte zum Beispiel der Lebensmittelhersteller Kraft Foods (Kurswerte anzeigen) mit seinem Quartalsergebnis die Markterwartungen und senkte zudem seine Gewinnprognose für 2009. Kraft-Aktien brachen über acht Prozent ein.

Auch die Titel des Unterhaltungskonzerns Walt Disney (Kurswerte anzeigen) notierten knapp acht Prozent tiefer. Das Unternehmen erlitt wegen der anhaltenden Konsumschwäche einen Gewinneinbruch im ersten Geschäftsquartal. Nach einer Gewinnwarnung für das zweite Quartal brachen außerdem die Aktien der Kaufhauskette Costco Wholesale um rund sieben Prozent ein.

18.15 Uhr: Beim größten deutschen Stahlkonzern ThyssenKrupp Steel sind nach einem Bericht des Westdeutschen Rundfunks 1500 Arbeitsplätze am Standort Duisburg gefährdet. Der Betriebsratsvorsitzende Werner von Häfen sagte am Mittwoch, der Konzern wolle in Duisburg 340 Millionen Euro einsparen. Unternehmenssprecher Erwin Schneider bestätigte, dass ein Sparprogramm vorbereitet werde.

17.45 Uhr: Der Dax  schließt auf Xetra 2,7 Prozent fester bei 4492 Zählern, nachdem erzeitweise schon deutlich über die Marke vo 4500 Zählern geklettert war. Auch an der Wall Street stehen die Zeichen weiterhin auf Erholung, Dow und Nasdaq tendieren fest.

16.10 Uhr: Da die US-Börsen ihre Erholung fortsetzen, baut auch der Dax  am Nachmittag seine Gewinne aus und springt um 3,5 Prozent auf 4528 Zähler. Neben BASF und Thyssen sind Finanztitel wie die Deutsche Bank gefragt: Anleger hoffen auf baldige Einigung beim Thema Bad Bank - obwohl die Bewertung der toxischen Wertpapiere die Beteiligten vor große Probleme stellt.

15.00 Uhr: Die Erholung an den Börsen setzt sich fort. Der Dax  baut seine Gewinne auf 1,3 Prozent aus und klettert wieder über die Marke von 4400 Zählern.

14.05 Uhr: Der Autobauer Daimler  weitet seine Kurzarbeit aus. Von März an werden voraussichtlich 700 Beschäftigte des Werkes in Gaggenau von der Maßnahme betroffen sein, sagte eine Sprecherin am Mittwoch in Stuttgart. Insgesamt müssen damit bei Daimler von März an etwa 50.700 Menschen kurzarbeiten. Im Werk Gaggenau gibt es 6500 Beschäftigte. Unter anderem werden Schaltgetriebe für die Mercedes- Benz A- und B-Klasse hergestellt. Bei Mercedes-Benz Cars arbeiten in Deutschland rund 85.000 Menschen.

12.57 Uhr: Russland stellt der zweitgrößten Bank des Landes, der angeschlagenen Bank VTB, Branchenkreisen zufolge zusätzliches Kapital von umgerechnet 4,3 Milliarden Euro zur Verfügung. Die Kapitalspritze sei Teil der zweiten Welle staatlicher Hilfen für den Finanzsektor, hieß es am Mittwoch . Die neue Runde soll bisherigen Angaben zufolge einen Umfang von umgerechnet 21 bis 31 Milliarden Euro erreichen. VTB ist in der Finanzkrise vor allem durch den Preisverfall beim Öl unter großen Druck geraten. Ministerpräsident Wladimir Putin hat die Institute dazu verpflichtet, die Konjunkturhilfen weiterzugeben und ausreichend Kredite anzubieten.

12.40 Uhr: In Irland ist die Zahl der Arbeitslosen auf ein Rekordhoch gestiegen. Im Januar waren 326.100 Männer und Frauen ohne Job, wie das Statistikamt am Mittwoch in Dublin mitteilte. Das ist der höchste Stand seit Einführung der Statistik 1967. Von Reuters befragte Ökonomen hatten im Schnitt lediglich mit 310.000 Erwerbslosen gerechnet. Die Arbeitslosenquote kletterte von 8,3 auf 9,2 Prozent.

12.28 Uhr: Die Zukunft der Hypo Real Estate  und eine mögliche Verstaatlichung von Banken bleiben auch nach einem Spitzentreffen der Bundesregierung dazu offen. Regierungssprecher Ulrich Wilhelm sagte am Mittwoch nach der Unterredung unter Leitung von Kanzlerin Angela Merkel: "Entscheidungen wurden nicht getroffen." Es habe eine gründliche Beratung der verschiedenen Optionen zu den genannten Fragestellungen gegeben. "Jetzt folgen weitere fachliche Beratungen, in denen alle Optionen abgewogen werden", ergänzte er. Damit ist die Verstaatlichung von Banken offenbar weiter nicht vom Tisch. Die Aktie der HRE weitete daraufhin ihre Verluste auf rund 6 Prozent aus.

12.15 Uhr: Islands größtes Privatunternehmen Baugur hat in Reykjavik seine Zahlungsunfähigkeit erklärt und steht vor dem Aus. Die Investment-Gesellschaft von Jón Ásgeir Jóhannesson galt auf der Nordatlantik-Insel seit Jahren als Symbol für einen extrem aggressiven Wachstumskurs mit hohem Kreditrisiko. Baugur begründete die eigene Zahlungsunfähigkeit am Mittwoch mit der Verweigerung von Krediten durch die heimische Landsbanki.

Märklin meldet Insolvenz an

11.50 Uhr: Der Göppinger Modelleisenbahnbauer Märklin ist insolvent. Die Geschäftsführung habe beim zuständigen Amtsgericht in Göppingen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Die Gespräche mit den Banken über die Verlängerung eines 50-Millionen-Euro-Kredits seien ergebnislos verlaufen. Der Geschäftsbetrieb solle aber zunächst ohne Einschränkungen weiterlaufen.

11.41 Uhr: Die Finanzkrise und Veränderungen der Förderbedingungen haben Anleger in Deutschland 2008 verstärkt zu Bausparverträgen greifen lassen. Mit 1,52 Millionen neuen Verträgen verbuchten die zehn Landesbausparkassen (LBS) 2008 ein Plus von 12,5 Prozent, wie der LBS-Bundesverband am Mittwoch in Berlin mitteilte. Die entsprechende Bausparsumme von 35,8 Milliarden Euro lag um 6,4 Prozent über dem Vorjahreswert. Ausgezahlt wurden im vergangenen Jahr 10,02 Milliarden Euro (plus 11 Prozent).

11.24 Uhr: Jeder vierte Deutsche blickt einer Umfrage zufolge trotz Rezession optimistisch auf die wirtschaftliche Entwicklung. Wie eine am Mittwoch veröffentlichte Umfrage des Forsa-Instituts für das Hamburger Magazin "Stern" ergab, erwarten 26 Prozent der Befragten, dass sich die Situation in diesem Jahr wieder verbessern wird. Mit 48 Prozent fürchte dagegen fast die Mehrheit der Befragten eine Verschlechterung der Lage. 24 Prozent gingen von einer gleichbleibenden ökonomischen Situation aus.

10.53 Uhr: Die Stimmung im Dienstleistungssektor Großbritanniens hat sich im Januar überraschend deutlich aufgehellt. Der entsprechende Einkaufsmanagerindex sei von 40,2 Punkten im Vormonat auf 42,5 Punkte geklettert, teilten das Forschungsunternehmen Markit und das Chartered Institute of Purchasing and Supply (CIPS) am Mittwoch mit. Die Kennzahl liegt aber weiter deutlich unter der Expansionsschwelle von 50 Punkten.

10.44 Uhr: Der Autobauer BMW  fährt in seinem Leipziger Werk wegen der anhaltenden Absatzflaute weiter mit gedrosselter Produktion. Voraussichtlich noch bis Ende März werden im Einschichtbetrieb pro Tag 400, statt der möglichen 700 Autos montiert, sagte der neue Leiter des Werkes, Manfred Erlacher. Er übernahm am Mittwoch offiziell die Werksleitung vom bisherigen Chef Peter Claussen, der in den Ruhestand geht. Kurzarbeit sei für die 2500 festen Mitarbeiter nicht vorgesehen.

10.24 Uhr: Der Rückversicherer Münchener Rück  sieht sich für Aktienrückkäufe weiterhin gut gerüstet. "Wir würden unser Aktienrückkaufprogramm stoppen, wenn wir einen Grund dafür sehen würden", sagte Finanzvorstand Jörg Schneider am Mittwoch in einer Telefonkonferenz mit Journalisten. Allerdings sei die Münchener Rück ausreichend kapitalisiert und habe auch keine Bedenken wegen ihres Ratings.

HHLA trotzt der Krise

10.08 Uhr: In der Eurozone hat sich die Stimmung der Einkaufsmanager im Januar schwächer als zunächst ermittelt aufgehellt. Der Gesamtindex sei von 38,2 Punkten im Vormonat auf 38,3 Punkte gestiegen, teilte das Forschungsunternehmen Markit am Mittwoch in London mit. Damit hat sich die Kennzahl nur leicht von ihrem Rekordtief im Vormonat entfernt. In der Erstschätzung war noch ein Wert von 38,5 Punkten ermittelt worden. Experten hatten eine Bestätigung der Erstschätzung erwartet.

10.04 Uhr: Die Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA ) hat 2008 dank kräftiger Produktivitätssteigerungen die Finanzkrise und den Rückgang des Handels gut verkraftet. Der Hafen hatte die Abfertigung von Containern jüngst stark modernisiert und ausgebaut. Der Umsatz erhöhte sich von 1,15 auf 1,29 Milliarden Euro, wie das im MDax notierte Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) legte von 277 auf 334 Millionen Euro zu. Unter anderem sei es durch eine Erhöhung der Produktivität gelungen, sinkende Stückzahlen vor allem zum Jahresende hin auszugleichen.

10.01 Uhr: Der deutsche Aktienmarkt hat am Mittwoch an seine Vortagesgewinne angeknüpft. Der Leitindex Dax  kletterte in der ersten Handelsstunde um 0,61 Prozent auf 4401 Punkte und der MDax  mittelgroßer Werte legte um 0,45 Prozent auf 5124 Zähler zu. Der TecDax  arbeitete sich um 0,07 Prozent auf 476 Punkte vor.

9.59 Uhr: Die Zahl der von Kurzarbeit betroffenen Arbeitnehmer ist im Januar erneut drastisch gestiegen. Bei der Bundesagentur für Arbeit (BA) gingen im Januar für rund 290.600 Arbeitnehmer neue Anmeldungen für Kurzarbeit ein, wie die Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch von einer mit den amtlichen Zahlen der BA vertrauten Person erfuhr. Damit haben die Unternehmen in Deutschland seit Oktober fast 775.000 Beschäftigte für konjunkturell bedingte Kurzarbeit angemeldet. Im Dezember war mit 295.500 Anmeldungen ein ähnlich hoher Stand verzeichnet worden.

9.45 Uhr: Der französisch-japanische Doppelkonzern Renault-Nissan (Kurswerte anzeigen) meldet für 2008 sinkende Absätze, aber wachsende Marktanteile. Der Absatz sei um 1,1 Prozent auf 6,09 Millionen Autos zurückgegangen, teilte Renault am Mittwoch in Paris mit. Weil der Markt um fünf Prozent geschrumpft sei, sei damit der Weltmarktanteil um 0,3 Prozentpunkte auf 9,4 Prozent gestiegen. Getragen wurde der Markterfolg von Nissan. Die Japaner erhöhten ihren Absatz um 0,9 Prozent auf 3,71 Millionen Fahrzeuge. Dagegen konnte Renault (Marken: Renault, Dacia) mit 2,38 Millionen Autos 4,1 Prozent weniger absetzen als 2007.

9.41 Uhr: Die Beteiligungsgesellschaft Texas Instruments Pacific Group (TPG) (Kurswerte anzeigen) hat einem Zeitungsbericht zufolge Gespräche über eine Finanzspritze von Investoren abgebrochen. Die Verhandlungen mit dem Staatsfonds Kuwait Investment Authority (KIA) sowie zwei kalifornischen Pensionskassen über einen Einstieg bei TPG hätten sich mit Unterbrechungen über zwei Jahre hingezogen, berichtete die "Financial Times" am Mittwoch. Gescheitert seien sie letztendlich an der Frage, wie hoch der Unternehmenswert von TPG sei.

Rote Zahlen bei Alcatel-Lucent und Electrolux

9.34 Uhr: Die Einlagen der Banken des Euroraums bei der Europäischen Zentralbank (EZB) sind leicht gestiegen. Über Nacht seien rund 177,16 (Vortag: 175,89) Milliarden Euro bei der Notenbank angelegt worden, teilte die EZB am Mittwoch in Frankfurt mit. Die Ausleihungen der Geschäftsbanken über die Spitzenrefinanzierung stiegen auf 4,11 (3,52) Milliarden Euro. Der Umfang der Einlagen und Ausleihungen ist ein Spiegel der Spannungen an den Geldmärkten. Besonders hohe Werte signalisieren starke Spannungen. Denn generell meiden die Banken die Möglichkeit, direkt bei der EZB über Nacht Einlagen oder Ausleihungen zu tätigen, da die Zinssätze für diese Geschäfte ungünstig sind.

9.19 Uhr: Der Telekomausrüster Alcatel-Lucent  hat auch im abgelaufenen Quartal rote Zahlen geschrieben. Neben einem deutlichen Umsatzrückgang belasteten hohe Abschreibungen das Ergebnis, meldete das Unternehmen. Sie seien wegen der drastischen Verschlechterung des weltweiten wirtschaftlichen Ausblicks im vierten Quartal notwendig geworden. Geringere Ausgaben sowohl beim Mobilfunk als auch beim Festnetz würden teilweise durch IP-Routing und Next Generation Networks (NGN) ausgeglichen.

9.09 Uhr: Der schwedische Haushaltsgeräte-Konzern Electrolux  ist zum Jahresabschluss in die roten Zahlen gerutscht und will 4000 Stellen streichen. Wie der weltweite Marktführer bei Küchengeräten am Mittwoch in Stockholm mitteilte, brachte der Nachfrageeinbruch im vierten Quartal 2008 einen Nettoverlust von 474 Millionen Kronen (44,2 Millionen Euro). Im Vergleichszeitraum des Vorjahres hatte Electrolux knapp 1,13 Milliarden Kronen Gewinn erwirtschaftet. Im gesamten Jahr brach der Gewinn um 87,5 Prozent auf 366 Millionen Kronen ein. Der Umsatz blieb mit 104,8 Millionen Kronen praktisch unverändert.

8.11 Uhr: Die Münchener Rück  hat im vergangenen Jahr infolge der Finanzmarktkrise einen kräftigen Gewinneinbruch erlitten. Das Konzernergebnis fiel von 3,9 auf 1,5 Milliarden Euro, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Zuletzt hatte der Rückversicherer sein Gewinnziel in Höhe von "deutlich mehr als zwei Milliarden Euro" gekippt. Im vierten Quartal 2008 lag der Überschuss noch bei 100 Millionen Euro. Die Dividende soll mit 5,50 Euro je Aktie trotz des Gewinneinbruchs stabil bleiben.

8 Uhr: Zum ersten Mal seit drei Jahren wird der japanische Autohersteller Mitsubishi  in die roten Zahlen rutschen. Für das gesamte Geschäftsjahr bis März 2009 rechnet der viertgrößte Autobauer des Landes mit einem Nettoverlust von 60 Milliarden Yen (520 Millionen Euro). Bislang war das Unternehmen noch von einem Gewinn in Höhe von 20 Milliarden Yen (170 Millionen Euro) ausgegangen.

Ende der Verluste an Tokioter Börse

7 Uhr: Die Aktienbörse in Tokio hat am Mittwoch nach guten Vorgaben der New Yorker Wall Street eine dreitägige Verluststrecke beendet und wieder deutlich zugelegt. Der Nikkei  überwand knapp die psychologisch wichtige Marke von 8000 Punkten. Am Ende notierte das Kursbarometer einen Gewinn von 213 Punkten oder 2,73 Prozent beim Stand von 8038 Zählern. Der breit gefasste Topix verbesserte sich um 2,45 Prozent auf 793 Punkte.

5.15 Uhr: US-Präsident Barack Obama plant offenbar eine Obergrenze für Managergehälter von 500.000 Dollar für Firmen, die staatliche Hilfe in Anspruch nehmen. Wie die "New York Times" unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen weiter berichtet, will Obama die Maßnahme am Mittwoch bekanntmachen. Geplant sei auch ein Verbot für Bonuszahlungen, die über das Gehalt hinausgingen. Normale Aktiendividenden seien davon ausgenommen.

5 Uhr: Die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) nähert sich offenbar dem Bankenrettungsfonds Soffin an. Wie die "Schwäbische Zeitung" (Mittwoch) aus LBBW-nahen Kreisen erfahren haben will, laufen bereits Gespräche zwischen Landesbank und Soffin. Bis Ende März müsse entschieden sein, woher das Geld komme, um die Eigenkapitalquote der LBBW von 6 Prozent auf 9 bis 10 Prozent anzuheben. Wenn sich die Eigentümer der Bank bis dahin nicht einigen könnten, ist der Zeitung zufolge der Gang zum Rettungsfonds geplant.

4.40 Uhr: Offenbar verschiebt Volkswagen  angesichts schwacher Nachfrage die Ausweitung eines Werkes in China. Wie die Zeitung "Oriental Morning Post" (Mittwochausgabe) unter Berufung auf nicht näher genannte Quellen berichtet, habe das VW-Joint Venture mit dem chinesischen Autobauer FAW die geplante Kapazitätserweiterung um 200.000 Fahrzeuge in der Fabrik in Chengdu im Südwesten Chinas um ein Jahr auf 2011 verschoben. Die neue Produktionslinie habe ursprünglich 2010 starten sollen und die Modelle Jetta und Sagitar produzieren.

2.30 Uhr: Die italienische Regierung will noch in dieser Woche ein umfangreiches Hilfspaket für die Autoindustrie bewilligen. Entwicklungsminister Claudio Scajola sagte jetzt, das Kabinett wolle am Freitag einen entsprechenden Beschluss fassen. Nach Medienberichten soll die Autoindustrie Italiens mit rund 300 Millionen Euro angekurbelt werden. Geplant seien Anreize für Käufer. Möglich sei, dass das Paket durch Steuererleichterungen und Finanzierungszusagen ein Volumen von bis zu einer Milliarde Euro erreichen könne.

1.30 Uhr: Der Gewinn der australischen Fluggesellschaft Qantas  ist in der zweiten Jahreshälfte 2008 um knapp 70 Prozent eingebrochen. Als Gründe nannte das Unternehmen die weltweite Wirtschaftskrise und Währungsschwankungen. Bis einschließlich 31. Dezember ergab sich ein Gewinn vor Steuern von 288 Millionen australischer Dollar (143 Millionen Euro), teilte das Unternehmen am Mittwoch mit.

1 Uhr: Der japanische Elektronikkonzern Sharp  steht wegen der Weltwirtschaftskrise angeblich erstmals vor einem operativen Verlust. Wie die japanische Finanzzeitung "Nikkei" am Mittwoch unter Berufung auf informierte Quellen berichtete, dürfte in dem bis Ende März laufenden Geschäftsjahr ein Minus von mehr als zehn Milliarden Yen (87 Millionen Euro) anfallen. Das wäre der erste operative Verlust seit Veröffentlichung solcher Zahlen 1953. Die Krise habe zu einem Nachfrageeinbruch bei LCD-Fernsehern geführt. Hinzu komme der Preisverfall. Sharp ging zuletzt von 130 Milliarden Yen Gewinn aus.

manager-magazin.de mit Material von Nachrichtenagenturen

Mehr lesen über Verwandte Artikel