Warenhauskette Hertie ohne Mietverträge

Die ums Überleben kämpfende Warenhauskette Hertie besitzt für 56 ihrer 73 Filialen seit zwei Wochen keine gültigen Mietverträge mehr.

Essen - Ein Sprecher des Unternehmens bestätigte einen entsprechenden Bericht des Berliner "Tagesspiegel am Sonntag". Das Blatt hatte berichtet, die selbst insolvente britische Dawnay-Day-Gruppe habe die Mietverträge zum 19. Januar gekündigt. Hertie habe schon seit Mai 2008 keine Mieten mehr bezahlt. Beide Fakten seien schon seit gut eineinhalb Wochen bekannt, sagte der Sprecher dazu. Weitere Erklärungen wollte er nicht abgeben.

Die Warenhauskette, die in der vergangenen Woche die Schließung von 19 Filialenangekündigt hatte, steht nach Angaben des vorläufigen Insolvenzverwalters Biner Bähr wegen überhöhter Mietforderungen vor dem Aus. Wenn Dawnay Day nicht deutlichen Mietsenkungen zustimme, müsse er auch die anderen Hertie-Filialen Ende Februar schließen, hatte Bähr erklärt. Nach seinen Angaben ist in der kommenden Woche ein Treffen mit den Eigentümern der Hertie-Immobilien in London geplant.

manager-magazin.de mit Material von dpa-afx

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