Commerzbank "Brauchen kein weiteres Staatsgeld"

Der Optimismus bei der Commerzbank kehrt zurück. Das Institut werde ohne weitere Staatshilfen auskommen, erwartet Finanzvorstand Eric Strutz. Im Dax setzt sich die Aktie des Unternehmens vorübergehend an die Spitze.

Frankfurt/Düsseldorf - Die Commerzbank  braucht nach den Milliardenhilfen den Bundes nach Angaben von Finanzvorstand Eric Strutz keine weitere Kapitalspritze vom Staat. "Dafür sehe ich keinen Anlass", sagte er dem "Handelsblatt".

Trotz aller Belastungen der Finanzmarktkrise sei der Konzern glimpflich durch das Jahr 2008 gekommen. Die Commerzbank habe ein Jahr hinter sich, das "sich sehen lassen kann", sagte Strutz mit Blick auf das Jahresergebnis. Allerdings sei das vierte Quartal, in dem sich die Krise nochmals zugespitzt hatte, marktbedingt schwächer verlaufen als die Vorquartale.

Commerzbank sprangen an der Dax-Spitze um 4,82 Prozent auf 3,695 Euro in die Höhe, nachdem sie in den ersten Handelsminuten noch auf bis zu 3,37 Euro abgesackt waren. Ein Analyst sagte, dass vor allem die Commerzbank zudem von der Gründung einer "Bad Bank" profitieren würde, da diese besonders viele problematische Unternehmenskredite besitze.

Nach der Übernahme der Dresdner Bank werde es keinen weiteren Stellenabbau über das geplante Maß hinaus geben, sagte Strutz der Zeitung. "Wir haben gesagt, wir bauen 9000 Stellen ab, davon 6500 in Deutschland. Zu dieser Zahl stehen wir."

Die Commerzbank halte auch an ihrer Zusage fest, dass es bis 2011 keine betriebsbedingten Kündigungen geben wird. Auch Kurzarbeit sei bei der Commerzbank kein Thema.

manager-magazin.de mit Material von dpa