Streik Bahn-Angestellte legen Verkehr lahm

Tausende müssen heute mit verspäteten Zügen oder gar Zugausfällen rechnen. Die Gewerkschaften Transnet und GDBA haben ihre Mitglieder aufgerufen, die Arbeit ruhen zu lassen. Vor allem der Süden der Bundesrepublik ist von dem Streik der Eisenbahner betroffen.

München - Die Bahn-Gewerkschaften Transnet und GDBA haben am Donnerstagmorgen ihre Warnstreiks mit Arbeitsniederlegungen vor allem in Süddeutschland gestartet. Betroffen sind der Nah- und Fernverkehr. "In Nürnberg steht alles außer der S-Bahn", sagte Transnet-Sprecher Michael Klein.

Bahnreisende müssen allerdings auch in anderen Städten mit Zugausfällen und verspäteten Zügen rechnen. Denn Weitere Streiks sollte es in Düsseldorf, Bremen, Berlin, Magdeburg und Saalfeld geben, das an der wichtigen Fernverbindung Berlin-München liegt. Die Warnstreiks hatten nach Angaben der Deutschen Bahn zunächst aber nur geringe Auswirkungen auf den Bahnverkehr. "Wir haben bisher nur wenige Einschränkungen im bundesweiten Zugverkehr feststellen können", sagte ein Bahnsprecher am Morgen

Das Unternehmen will mit dem Einsatz zusätzlicher Mitarbeiter die Auswirkungen abmildern und geht nach eigenen Angaben davon aus, dass der überwiegende Teil des Zugverkehrs außerhalb der neun Streikschwerpunkte ohne größere Behinderungen ablaufen kann.

Die Gewerkschaften Transnet und GDBA hatten ihre Mitglieder aufgerufen, ab 04.30 Uhr die Arbeit in neun Städten niederzulegen. Der Ausstand soll bis zum Vormittag dauern. Es sei geplant, die ersten Aktionen um 07.30 Uhr wieder zu beenden, sagte ein Transnet-Sprecher.

Mit dem Streik wollen die Gewerkschaften den Druck auf die Deutsche Bahn in den laufenden Tarifverhandlungen erhöhen. Allerdings bereitete die Deutsche Bahn Kunden schon am Mittwoch auf ausgefallene Regionalzüge und S-Bahnen vor. Auch Fernverbindungen könnten noch bis in den frühen Abend verspätet sein. Kunden können sich im Internet unter bahn.de/aktuell oder unter der kostenlosen Hotline 08000-996633 informieren.

Transnet und GDBA verlangen neben zehn Prozent mehr Geld bessere Arbeitsbedingungen, unter anderem mindestens zwölf freie Wochenenden im Kalenderjahr und eine längerfristige Planung der Schichtdienste. Die Bahn beziffert das eigene Angebot auf bis zu 3,0 Prozent. Ab Freitag gibt es möglicherweise eine Streikpause. Dann will die Bahn ein neues Angebot vorlegen.

manager-magazin.de mit Material von dpa-afx

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