Porsche/VW Betriebsräte sind sich einig

Der Streit um die Mitbestimmung in der Porsche Holding ist vom Tisch. Er habe sich mit VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh auf Eckpunkte geeinigt, sagte Porsche-Betriebsratschef Uwe Hück. Die neue Mitbestimmungsvereinbarung solle bei einer Pressekonferenz im Februar vorgestellt werden.

Wolfsburg - Details wollte Porsche-Betriebsratschef Uwe Hück nicht nennen. Auch Bernd Osterloh, Vorsitzender des VW-Konzernbetriebsrats, erklärte: "Wir sind einen großen Schritt vorangekommen." Zwischen Hück und ihm bestehe "Einigkeit darüber, in welchen Punkten die Mitbestimmungsvereinbarung angepasst werden soll. Die Inhalte werden wir zu gegebener Zeit gemeinsam mit der IG Metall und Porsche vorstellen."

"Wir arbeiten bereits jetzt mit unseren Kolleginnen und Kollegen von Porsche im SE-Betriebsrat der Porsche Automobil Holding SE zusammen. Das klappt gut", erklärte Osterloh, der seit Dezember auch Vorsitzender des SE-Betriebsrats der Porsche Automobil Holding SE ist.

Die neue Mitbestimmungsvereinbarung solle bei einer Pressekonferenz mit Porsche-Chef Wendelin Wiedeking, IG-Metall-Chef Berthold Huber und Osterloh im Februar vorgestellt werden. Zwischen dem VW-Betriebsrat und Porsche gab es in den vergangenen Monaten Streit über die Mitbestimmung, die aus Sicht des VW-Betriebsrates zu Lasten der viel größeren VW-Belegschaft ging.

In dem Streit ging es vor allem um die Besetzung des Betriebsrats der Porsche Holding. Die Arbeitnehmer des wesentlich kleineren Sportwagenherstellers sollten genauso viele Vertreter in Betriebsrat und Aufsichtsrat entsenden dürfen wie Europas größter Autokonzern Volkswagen . Umstritten waren zudem Laufzeit und Kündigung der bisherigen Vereinbarung.

Porsche  hatte am 5. Januar seinen Anteil an VW auf 50,76 Prozent aufgestockt und sich Optionen auf weitere Anteile gesichert. Die Stuttgarter streben eine Dreiviertelmehrheit bei den Wolfsburgern an.

manager-magazin.de mit Material von ddp und dpa

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