Tarifkonflikt Erste Warnstreiks bei der Bahn

Im Tarifstreit bei der Deutschen Bahn haben die Gewerkschaften Transnet und GDBA für Donnerstag zu Warnstreiks aufgerufen. Von den Streiks könne ganz Deutschland betroffen sein.

Berlin - Anlass seien die festgefahrenen Tarifverhandlungen, was die Arbeitszeiten angehe, teilten die Gewerkschaften am Montagabend in Berlin mit. Die Arbeitgeberseite habe bisher "keine akzeptablen Angebote" gemacht.

Für die Bahn-Mitarbeiter sei die Planbarkeit jedoch besonders wichtig, mahnten der Transnet-Vorsitzende Alexander Kirchner und GDBA-Chef Klaus-Dieter Hommel. Es müsse künftig "mehr Verlässlichkeit geben". Dazu zähle unter anderem der Anspruch auf mindestens zwölf freie Wochenenden im Jahr.

Kirchner und Hommel kündigten an, die Streikaktionen würden "spürbar und steigerungsfähig" sein und einen "Großteil des Beschäftigtenspektrums" betreffen. Zu Details äußerten sie sich nicht.

Ein Transnet-Sprecher stellte auf ddp-Anfrage für Mittwoch Informationen in Aussicht, wo und wann gestreikt werde. Grundsätzlich könne ganz Deutschland betroffen sein.

Neben verbesserten Arbeitszeiten fordern die Gewerkschaften für die Bahn-Mitarbeiter zehn Prozent mehr Lohn. Die Bahn habe bislang jedoch nur eine Gehaltserhöhung von einem Prozent angeboten, sagte der Sprecher.

manager-magazin.de mit Material von ddp

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