Signal Iduna und Deutscher Ring Neuer deutscher Versicherungsriese

Die Versicherungsgruppe Signal Iduna und die Sparte für Krankenversicherung des Deutschen Rings fusionieren. Damit entsteht zum 1. April einer der zehn größten Erstversicherer in Deutschland - mit jährlichen Beitragseinnahmen von gut 5,2 Milliarden Euro, 12.500 Mitarbeitern und mehr als 13 Millionen Kunden und Verträgen.

Hamburg - Ziel sei eine wechselseitige Stärkung des Vertriebs, teilten beide Versicherer am Montag in Hamburg mit. Sowohl der DR Krankenversicherungsverein, kurz DR Kranken, als auch die Unternehmen der Signal-Iduna-Gruppe sind ihren Mitgliedern gehörende Krankenversicherungsvereine auf Gegenseitigkeit.

Der Zusammenschluss stärke den Standort Hamburg und biete auch die Chance, "gefährdete Arbeitsplätze in der Unternehmensgruppe Deutscher Ring zu retten", erklärte Wolfgang Fauter, Vorstandschef der DR Kranken. Er spielte damit auf einen Streit mit dem Schweizer Versicherungskonzern Bâloise an, dem die DR Sach- und Lebensversicherung gehören, und der eine Umstrukturierung seines Deutschlandgeschäfts plant.

Streit mit Schweizer Versicherer Bâloise

Bis November 2008 hatten die drei Versicherer des Deutschen Rings neben den gemeinsamen Strukturen wie einem Vertrieb auch einen gemeinsamen Vorstand gehabt. Seither führt aber der Chef der Bad Homburger Bâloise-Tochter Basler Versicherungen auch die DR Sach und DR Leben, während Ex-DR-Chef Fauter nur noch die Krankenversicherung leitet.

Signal-Iduna-Chef Reinhold Schulte bot Bâloise am Montag an, auch die DR Sach- und Lebensversicherung zu übernehmen. Eine Sprecherin der beiden Gesellschaften lehnte den Vorschlag jedoch ab, diese stünden nicht zum Verkauf. Die Bâloise-Gruppe wolle "in Deutschland wachsen und nicht schrumpfen".

manager-magazin.de mit Material von afp

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