Sonntag, 25. August 2019

Krisenticker Bentley macht sieben Wochen Pause

7. Teil: Kurzarbeit belastet Budget der Bundesagentur für Arbeit

9.05 Uhr: Der Dax Börsen-Chart zeigen startet mit einem Plus von knapp 2 Prozent und erobert die Marke von 4300 Zählern zurück. Finanztitel wie die Commerzbank dürften zunächst um rund 10 Prozent zulegen.

Hintergrund ist eine technische Erholung an den Börsen nach dem Ausverkauf der vergangenen zwei Wochen - ob die Erholung hält, bleibt ungewiss. Die US-Börsen hatten am Vortag sehr fest geschlossen, und auch die Indizes in Asien legten deutlich zu.

Bundesagentur: Ansturm auf das Kurzarbeitergeld
8.09 Uhr: Die deutliche Zunahme der Kurzarbeit wird nach einem Bericht der "Bild"-Zeitung für die Bundesagentur für Arbeit (BA) in diesem Jahr erheblich teurer als erwartet. Wie das Blatt am Donnerstagausgabe unter Berufung auf interne BA-Berechnungen schreibt, drohen 2009 Ausgaben von bis zu 1,5 Milliarden Euro. Laut Haushaltsplan seien aber nur 300 Millionen Euro für Kurzarbeit veranschlagt. Den Berechnungen zufolge führen 100.000 Kurzarbeiter auf Jahressicht zu Ausgaben in Höhe von 500 Millionen Euro. Experten rechneten im Jahresdurchschnitt mit rund 300.000 Kurzarbeitern.

7.39 Uhr: Die Ölpreise haben am Donnerstag nach einem Kurssprung am Vorabend weiterhin deutlich über der Marke von 40 Dollar notiert. Im frühen Handel kostete ein Barrel (159 Liter) der US-Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im März 43,64 US-Dollar. Das waren neun Cent mehr als zum Handelsschluss am Vortag. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent lag unterdessen unverändert bei 45,02 Dollar. Am späten Mittwochabend hatten die Ölpreise um rund drei Dollar zugelegt. Marktbeobachter begründeten den Preissprung unter anderem mit dem wieder etwas schwächeren Dollar.

7.29 Uhr: Der deutsche Aktienmarkt wird am Donnerstag sehr fest erwartet. FinSpreads taxierte den Dax am Morgen 2,37 Prozent höher bei 4362 Punkten. Händlern zufolge wird die sehr gute Vorgabe der Börsen in Übersee auch den deutschen Aktien nach dem zumeist schwachen Verlauf der Vortage zu einer deutlichen Aufwärtsreaktion verhelfen.

7.23 Uhr: Chinas Wachstum leidet stärker als erwartet unter der globalen Wirtschaftskrise. In einer dramatischen Wende gegenüber 2007, als die chinesische Wirtschaft um 13 Prozent zulegte, bremste sich das Wachstum im letzten Quartal vergangenen Jahres auf 6,8 Prozent ab. Im Gesamtjahr wurden aber noch 9 Prozent erreicht, wie das nationale Statistikamt am Donnerstag auf einer Pressekonferenz in Peking mitteilte. Das Wachstum in China ist damit auf den niedrigsten Stand seit 2001 gerutscht. Erstmals seit 2003 ist der Anstieg auch nicht mehr zweistellig. Experten rechnen in diesem Jahr nur noch mit einem Wachstum in China zwischen 5 und 7,5 Prozent.

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