Donnerstag, 14. November 2019

Krisenticker Bentley macht sieben Wochen Pause

4. Teil: Microsoft streicht Tausende Stellen

15.45 Uhr: Die Mitarbeiter der Stahlsparte von ThyssenKrupp Börsen-Chart zeigen müssen sich auf flächendeckende Kurzarbeit in den sieben deutschen Werken des Konzerns einstellen. Im Februar gingen rund 10.000 von 19.000 Mitarbeitern in Kurzarbeit, sagte der Gesamtbetriebsratschef der Stahlsparte, Wilhelm Segerath, der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung" (Freitagausgabe). Am Standort Duisburg-Hamborn waren im Januar von 14.000 Mitarbeitern erst 400 in Kurzarbeit. ThyssenKrupp Stahl sei zu 60 Prozent von der Autoindustrie abhängig. Die Aufträge seien um mehr als 50 Prozent eingebrochen, so Segerath. ThyssenKrupp-Vorstandschef Ekkehard Schulz hatte bereits Ende November ein Sparprogramm über eine Milliarde Euro angekündigt.

15.40 Uhr: Überraschend schlechte Konjunkturdaten und Zahlen von Microsoft haben die US-Aktienmärkte am Donnerstag zum Handelauftakt ins Minus gedrückt. Der Dow-Jones-Index Börsen-Chart zeigen der Standardwerte gab in den ersten Handelsminuten 1,6 Prozent auf 8098 Punkte ab. Der breiter gefasste S&P-500-Index Börsen-Chart zeigen notierte zwei Prozent im Minus bei 823 Zählern. Der Index der Technologiebörse Nasdaq Börsen-Chart zeigen verlor gar 2,7 Prozent auf 1466 Stellen.

15.30 Uhr: Eine astronomische Zahl hat ein US-Professor der Universität Baltimore errechnet, der die reale Inflation im afrikanischen Krisenstaat Simbabwe herauszufinden suchte. Professor Steve Hanke kam nach Angaben des UN-Informationsdienstes IRIN auf eine Prozentzahl, deren Benennung selbst Mathematikern Probleme bereiten dürfte: eine 65 mit 107 Nullen. Die simbabwische Zentralbank, die vor kurzem den ersten 100-Billionen-Simbabwe-Dollar-Schein druckte, hatte die Inflationszahl zuletzt im Juli 2008 offiziell mit 231 Millionen Prozent bekanntgegeben. "Die Preise verdoppeln sich alle 24,7 Stunden", betonte Hanke. Im März 2007 hatte die Inflation erstmals die Marke von 50 Prozent überschritten.

15.10 Uhr: Der weltgrößte Softwarekonzern Microsoft Börsen-Chart zeigen streicht angesichts der Wirtschaftskrise bis zu 5000 Arbeitsplätze weltweit. Der teilte der Windows-Hersteller am Donnerstag mit. Für das abgelaufene Quartal gab Microsoft einen Gewinneinbruch von 11 Prozent bekannt. Den Ausblick für das Gesamtjahr nahm der weltgrößte Softwarekonzern zurück. Man plane mit weiteren Unsicherheiten, hieß es. Die Aktie rutscht im vorbörslichen Handel um 8 Prozent ab.

15 Uhr: Der Dax Börsen-Chart zeigen rutscht ins Minus. Der Leitindex im deutschen Aktienmarkt notiert 0,7 Prozent tiefer auf 4232 Punkten.

14.45 Uhr: Die schwere Rezession in den USA hat die Zahl der Baugenehmigungen und -beginne im Dezember auf neue Rekordtiefstände gedrückt. Die Zahl der Baugenehmigungen sei um 10,7 Prozent auf annualisiert 549.000 gefallen, teilte das US-Handelsministerium am Donnerstag in Washington mit. Volkswirte hatten lediglich einen Rückgang auf 610.000 erwartet.

Die Baubeginne fielen zum Vormonat um 15,5 Prozent auf eine auf das Jahr hochgerechnete Zahl von 550.000. Volkswirte hatten zuvor einen Rückgang auf 610.000 erwartet.

14.30 Uhr: In den USA ist die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der abgelaufenen Woche nicht so stark wie befürchtet gestiegen. Die Zahl habe um 62.000 auf 589.000 Anträge zugenommen, teilte das US-Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mit. Volkswirte hatten zuvor mit 610.000 Anträgen gerechnet. Der Wert der Vorwoche wurde auf 527.000 (zuvor: 524.000) nach oben revidiert. Im aussagekräftigeren Vierwochendurchschnitt verharrte die Zahl der Erstanträge bei revidiert 519.250 (zuvor 518.000).

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