Freitag, 6. Dezember 2019

Staatshilfe Postbank diskutiert mit Rettungsfonds

Nach Informationen des manager magazins führt die Postbank bereits seit Wochen Gespräche mit dem Rettungsfonds Soffin. Der künftige Postbank-Großaktionär Deutsche Bank lehnt eine staatliche Unterstützung für sich selbst bisher kategorisch ab.

Hilfe vom Staat?
Eine Stützung des Aktienkurses käme nicht nur der Postbank zugute
Hamburg - Die Deutsche Postbank diskutiert mit dem Rettungsfonds Soffin über Staatshilfen für das Geldinstitut. Dies berichtet das manager magazin in seiner neuen Ausgabe, die ab Freitag (23. Januar) im Handel erhältlich ist.

Das Postbank-Management, das für das abgelaufene Geschäftsjahr nach hohen Abschreibungen mit einem Milliardenverlust rechnen muss, redet bereits seit mehreren Wochen mit Vertretern des Soffin über mögliche staatliche Unterstützungsmaßnahmen.

Bei den Gesprächen geht es um die Frage, ob das Institut Teile seines strukturierten Kreditportfolios an den staatlichen Rettungsfonds abgeben kann.

Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann (60), dessen Geldinstitut die Postbank in mehreren Schritten übernehmen will, hatte vergangene Woche noch Hilfen für sein eigenes Haus kategorisch ausgeschlossen.

Auf die Postbank angesprochen, hatte Deutsche-Bank-Finanzvorstand Stefan Krause (46) allerdings ausweichend geantwortet. Dies sei Sache des Postbank-Vorstands; die Deutsche Bank sei bislang lediglich ein Aktionär der Postbank.

Sollte die Postbank Börsen-Chart zeigen von Staatshilfen profitieren, könnte dies den Aktienkurs des Instituts beflügeln - was auch dem Großaktionär Deutsche Bank Börsen-Chart zeigen zugute käme.

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