Warnstreik Ausfälle an sechs Flughäfen

Contact Air, eine Lufthansa-Partnergesellschaft im Regionalverkehr, ist in den Morgenstunden bestreikt worden. Die Pilotenvereinigung Cockpit will so Bewegung in die festgefahrenen Tarifverhandlungen bringen. Deshalb könnten bald erneut Flugzeuge am Boden bleiben.

Neu-Isenburg - Wegen eines Warnstreiks drohen an mehreren deutschen Flughäfen an diesem Mittwoch Ausfälle oder Verspätungen. Wie die Pilotenvereinigung Cockpit in Neu-Isenburg mitteilte, hat sie ihre Mitglieder bei der Fluggesellschaft Contact Air von 4.30 Uhr bis 9.30 Uhr zu befristeten Arbeitskampfmaßnahmen aufgerufen.

Betroffen seien Flüge an den Flughäfen Düsseldorf, Hannover, Hof, Nürnberg und Stuttgart. Hintergrund der Warnstreiks sind die im vergangenen Jahr gescheiterten Tarifverhandlungen für die rund 130 Piloten zwischen Cockpit und der Geschäftsleitung von Contact Air.

Seit dem Auslaufen des Tarifvertrages am 1. Juli 2008 sei es zu keinen grundlegenden Verhandlungsfortschritten gekommen, erklärte die Pilotenvereinigung, die bei der derzeitigen Gehaltsstruktur von Contact Air einen großen Nachholbedarf gegenüber vergleichbaren Airlines sieht. Die bisherigen Vorschläge der Geschäftsleitung seien nur marginal.

In einer Urabstimmung hatten sich den Angaben zufolge 96 Prozent der Contact-Air-Piloten für Arbeitskampfmaßnahmen ausgesprochen. Die Gesellschaft fliegt fast ausschließlich für die Allianz "Lufthansa Regional" der Deutschen Lufthansa.

manager-magazin.de mit Material von ddp

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