General Motors "Dann geht uns das Geld aus"

Die Finanzlage von General Motors ist weiter prekär. Zwar ist eine Tranche eines Notkredits der US-Regierung eingetroffen, die zweite ist aber überfällig. Finanzchef Fritz Henderson hofft auf die Überweisung in den kommenden Tagen - sonst drohe ein schnelles Aus.

Detroit - Der angeschlagene US-Autobauer General Motors  erwartet in den kommenden Tagen die Auszahlung verzögerter Staatshilfen, die er zur Abwendung einer drohenden Geldnot benötigt. Der für das operative Geschäft der Opel-Mutter zuständige Fritz Henderson erklärte am Dienstag bei einem Kongress in Detroit: "Wenn wir die zweite Tranche unserer Finanzierung nicht erhalten, geht uns das Geld aus. So einfach ist das."

GM erhielt bereits am 31. Dezember vom US-Finanzministerium einen Notkredit über vier Milliarden Dollar. Der Konzern war davon ausgegangen, am vergangenen Freitag eine zweite Tranche über 5,4 Milliarden Dollar zu erhalten.

Henderson zufolge verzögerte sich die Auszahlung jedoch, weil GM weitere Informationen vorlegen musste. Außerdem habe das Finanzministerium andere Finanzierungsanfragen bearbeitetet.

Weiter sagte Henderson, GM habe sowohl mit der schwedischen Regierung als auch mit möglichen Investoren über die Automarke Saab gesprochen. Der Konzern will seine schwedische Tochter verkaufen, um sich so Geld zu beschaffen

manager-magazin.de mit Material von reuters

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