Chrysler Fiat vor Einstieg auf dem US-Markt?

Der Autobauer Fiat und der kriselnde US-Hersteller Chrysler stehen möglicherweise vor einer gemeinsamen Zukunft. Zeitungsberichten zufolge sprechen beide über eine strategische Partnerschaft. Die Italiener wollen schon seit längerem auf den US-Markt expandieren.

New York/Rom - Von einem solchen Deal könnten beide Autobauer profitieren: Laut "Wall Street Journal" und der Fachzeitschrift "Automotive News" verhandeln Fiat und Chrysler über eine enge Zusammenarbeit. Im Rahmen eines Bündnisses könnte sich das italienische Unternehmen an Chrysler beteiligen, berichten beide Blätter am Montag übereinstimmend unter Berufung auf Insider.

Fiat könnte sich über die Kooperation den US-Markt vor allem für seine Kleinwagen und Mittelklassewagen erschließen, hieß es. Die Italiener suchen bereits seit längerem nach einer Möglichkeit zur kostengünstigen Expansion in den USA. Dabei gehe es unter anderem um den Fiat 500 sowie um die Traditionsmarke Alfa Romeo. Erwogen werde, dass Fiat seine Autos über das Chrysler-Netz verkaufe, so das "Wall Street Journal".

Chrysler würde den Plänen zufolge im Gegenzug die Plattformen und die Technik von Fiat nutzen. Bei kleineren Autos hat der US-Autobauer kaum etwas zu bieten. Die Amerikaner setzten lange Zeit vor allem auf große und wenig sparsame Wagen. Die Verkaufszahlen brachen bei Chrysler im vergangenen Jahr um rund 30 Prozent ein.

Der drittgrößte US-Autobauer ist derzeit nur dank Notkrediten der Regierung überlebensfähig und sucht dringend Partner. Chrysler gehört zu gut 80 Prozent dem US-Finanzinvestor Cerberus, die restlichen knapp 20 Prozent hält noch der deutsche Daimler-Konzern. Daimler will den Anteil schnellstmöglich verkaufen, streitet sich aber mit Cerberus über den Preis.

manager-magazin.de mit Material von dpa

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