Freitag, 20. September 2019

Krisenticker US-Börsen schließen mit Gewinnen

Der zweitgrößte Elektronikhändler der USA wirft das Handtuch. General Electric will im Finanzdienstleistungsbereich in Milliardenhöhe sparen. Selbst Diamantenhersteller treten nun auf die Kostenbremse. Dennoch gehen die US-Börsen mit einem Plus ins Wochenende. Verfolgen Sie den Krisenticker auf manager-magazin.de.

22.04 Uhr: Die US-Börsen haben am Freitag mit Kursgewinnen geschlossen. Der Dow-Jones-Index Börsen-Chart zeigen der Standardwerte beendete den Handel 0,8 Prozent fester bei 8280 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Index legte 0,8 Prozent auf 850 Zähler zu. Der Index der Technologiebörse Nasdaq Börsen-Chart zeigen gewann 1,2 Prozent und ging mit 1529 Punkten ins Wochenende.

Maschinen laufen, Finanzen nicht: Die Finanzsparte von GE entlässt in Massen
20.53 Uhr: Nach General Motors Börsen-Chart zeigenund Chrysler könnte die US-Regierung Kreisen zufolge bald auch Ford Börsen-Chart zeigen unter die Arme greifen. Das Finanzministerium führe seit Dezember mit Ford Gespräche über die finanziellen Bedürfnisse des Konzerns im Zusammenhang mit dem 700 Milliarden schweren Rettungsprogramm für die Finanzbranche (TARP), sagte ein Regierungsvertreter am Freitag der Nachrichtenagentur Reuters. Er könne aber nicht absehen, ob Ford beabsichtige, Finanzhilfen zu beantragen. Ford hatte bislang stets erklärt, aus eigener Kraft wieder auf die Beine kommen zu wollen.

20.04 Uhr: Der US-Mischkonzern General Electric (GE) Börsen-Chart zeigen plant einem Medienbericht zufolge bei seiner Finanzsparte umfangreiche Stellenstreichungen und Einsparungen in Milliardenhöhe. Wie der Fernsehsender CNBC am Freitag unter Berufung auf Kreise berichtet, sollen bei GE Capital im laufenden Jahr zwischen 7000 und 11.000 Arbeitsplätze wegfallen. Die Kosten sollen den Angaben zufolge 2009 um rund 2 Milliarden US-Dollar sinken.

19.56 Uhr: Die US-Regierung greift nun auch der Finanzsparte des angeschlagenen Autobauers Chrysler mit 1,5 Milliarden Dollar unter die Arme. Das Geld stamme aus dem TARP-Programm, das ursprünglich für die Finanzbranche gedacht war, erklärte das US-Finanzministerium am Freitag. Das Darlehen solle über fünf Jahre laufen. Der Staat erhofft sich davon eine Lockerung der Kreditbedingungen für Autokäufer und daraus resultierend eine Ankurbelung des Verkaufs von Fahrzeugen.

19.53 Uhr: Der amerikanische Autoverleiher Hertz streicht weltweit mehr als 4000 Stellen. Grund sind geplante Kostensenkungen wegen rückläufiger Mietanfragen. Der Autoverleiher will 150 bis 170 Millionen Dollar (114 bis 129 Millionen Euro) im laufenden Jahr einsparen. Betroffen seien alle Regionen und alle Bereiche des Unternehmens.

19.38 Uhr: Der Chiphersteller AMD Börsen-Chart zeigen streicht wegen der aktuellen Schwäche der Computerbranche weitere 900 Arbeitsplätze. Zusammen mit früheren Plänen zum Abbau von 200 Jobs gehe es um 1100 Stellen - etwa neun Prozent der Belegschaft, berichteten US-Medien am Freitag übereinstimmend unter Berufung auf das Unternehmen. Konzernchef Dirk Meyer und der Aufsichtsratsvorsitzende Hector Ruiz verzichteten zudem zeitweise auf ein Fünftel ihres Grundgehalts. Auch andere Angestellte müssen mit Einkommenseinbußen rechnen, wenn auch in geringerem Maße.

19.27 Uhr: Die US-Elektronikkette Circuit City mit ihren 30.000 Mitarbeitern ist endgültig am Ende. Nachdem das Unternehmen vor zwei Monaten bereits staatlichen Gläubigerschutz beantragt hatte, teilte es am Freitag seine endgültige Pleite mit. Die Geschäfte würden eingestellt und alle 567 Filialen geschlossen, erklärte Circuit City in Richmond im US-Bundesstaat Virginia. Es sei leider nicht gelungen, sich mit den Gläubigern auf ein tragfähiges Konzept zum Überleben des Unternehmens zu einigen. "Es tut uns leid für unsere mehr als 30.000 Mitarbeiter und unsere treuen Kunden", hieß es in der Erklärung.

© manager magazin 2009
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung