Kurzarbeit Wie viel Geld der Bund dazuzahlt

Kurzarbeit ist eine Möglichkeit für Unternehmen, die Produktion ohne Entlassungen vorübergehend zu drosseln. Der Arbeitgeber muss bei der örtlichen Arbeitsagentur Kurzarbeit beantragen, bei Genehmigung zahlt die Bundesagentur für Arbeit den Beschäftigten als Ausgleich Kurzarbeitergeld.

Berlin - Die Zahl der Anträge hat sich wegen der Konjunkturkrise zum Jahresende deutlich erhöht. Lagen im November 164.000 Anzeigen vor, so waren es im Dezember bereits mehr als 400.000.

Grundsätzlich wird unterschieden zwischen konjunkturellem, Saison- und Transfer-Kurzarbeitergeld (Kug). Aktuell geht es vor allem um Kurzarbeit infolge der schwachen Konjunktur. Das Kug gleicht den Verdienstausfall nur teilweise aus. Arbeitnehmer mit Kindern erhalten stark vereinfacht 67 Prozent des wegen der Kurzarbeit wegfallenden Nettoentgelts, die übrigen Beschäftigten 60 Prozent.

Die genaue Berechnung erklärt die Arbeitsagentur in einem Merkblatt, das auf ihrer Internetseite arbeitsagentur.de heruntergeladen werden kann.

Zahlung von Kurzarbeitergeld auf 18 Monate verlängert

Wegen des Konjunktureinbruchs ist die Zahlung von Kurzarbeitergeld bis Ende 2009 auf 18 Monate verlängert worden. Mitarbeiter können in der Bezugszeit auch an Qualifizierungsmaßnahmen teilnehmen. Beschäftigte in Kurzarbeit bleiben Mitglied in der gesetzlichen Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung.

Für die ausfallende Arbeitszeit werden die Beiträge nach einem fiktiven Arbeitsentgelt berechnet, diese Beiträge hat der Arbeitsagentur zufolge allein der Arbeitgeber zu zahlen.

manager-magazin.de mit Material von ap

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