Rio Tinto Minenausbau verschoben

Rohstoffriese Rio Tinto vertagt den Ausbau einer Eisenerzmine - wegen der gesunkenen Stahlpreise. Ihre Kapazität sollte ursprünglich versechsfacht werden. Dafür sollten rund 2,1 Milliarden Dollar investiert werden.

Sydney - Der Bergbaugigant Rio Tinto  verschiebt wegen der weltweit gesunkenen Stahlnachfrage den Ausbau seiner Eisenerzmine im brasilianischen Corumba. Mitarbeiter und Vertragspartner seien über die Verschiebung informiert worden, sagte ein Konzernsprecher am Montag.

Im Rahmen der im Juli angekündigte Expansion wollte Rio Tinto 2,15 Milliarden Dollar investieren. Die Kapazität der Mine sollte sich auf 12,8 Millionen Tonnen mehr als versechsfachen. An einem Teil an der Kohlesparte des australisch-britischen Unternehmens ist einem Zeitungsbericht zufolge der größte chinesische Kohleförderer China Shenhua Energy interessiert.

Der chinesische Konzern plane ein Angebot für den Rio-Tinto-Anteil an der australischen Coal & Allied Industries, berichtete die "South China Morning Post" am Montag.

Rio Tinto sucht dem Blatt zufolge nach Käufern für seinen 76-prozentigen Anteil an der Sparte, die laut dem Bericht rund 3,72 Milliarden Dollar wert ist. Im Dezember hatte Rio Tinto angekündigt, wegen des drastischen Preisverfalls bei Rohstoffen 13 Prozent seiner Stellen zu streichen und mehr Unternehmensbereiche zu verkaufen. Damit sollte auch der Schuldenberg abgetragen werden.

manager-magazin.de mit Material von reuters

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