Daimler Kurzarbeit für Zehntausende beginnt

Während tausende BMW-Arbeiter nach wochenlanger Pause heute ihre Arbeit wieder aufnehmen, bleiben mindestens genauso viele bei Daimler den Bändern fern. Denn bei Daimler beginnt am Montag für Zehntausende die Kurzarbeit.

Stuttgart / München - Nach einer zum Teil mehrwöchigen Produktionspause laufen heute (Montag) in den drei bayerischen Werken des Autobauers BMW die Bänder wieder an. Die weltgrößte Produktionsstätte des Autobauers in Dingolfing war am 19. Dezember in die Weihnachtspause gegangen. München und Regensburg hatten bereits am 8. Dezember abgeschaltet. Mit der Drosselung der Produktion hatte BMW im Dezember auf die weltweite Absatzflaute in der Branche reagiert.

Nun soll nach Angaben von BMW wieder mit voller Kapazität produziert werden. Dies bedeutet, dass an den drei bayerischen Standorten wieder täglich rund 3000 Autos vom Band rollen. Durch die Unterbrechungen sind die Arbeitszeitkonten vieler Mitarbeiter deutlich abgeschmolzen. Dem Unternehmen zufolge besteht hier aber nach wie vor Spielraum, so dass Kurzarbeit wie bei anderen Herstellern derzeit nicht auf der Tagesordnung steht.

Beim Autobauer Daimler hingegen beginnen heute für zehntausende Mitarbeiter die Kurzarbeit. Neben dem Stammwerk Stuttgart-Untertürkheim und dem größten Auto-Werk in Sindelfingen sind unter anderem die Betriebe in Rastatt, Berlin sowie dem brandenburgischen Ludwigsfelde betroffen.

In Stuttgart und Sindelfingen allein werden insgesamt 30.000 Angestellte bis Ende März vier und zeitweise nur drei Tage pro Woche arbeiten. Deutschlandweit sollen mehr als 35.000 Mitarbeiter von der Kurzarbeit betroffen sein. Hintergrund ist die massive Absatzkrise auf dem Automarkt. Besonders die Kernmarke Mercedes-Benz hatte 2008 Federn lassen müssen und 5,4 Prozent weniger Autos ausgeliefert.

manager-magazin.de mit Material von Nachrichtenagenturen

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