BMW Verkaufsdelle nach eineinhalb Jahrzehnten

BMW hat im vergangenen Jahr erstmals seit 15 Jahren ein Absatzminus verbucht. Der Verkauf des erfolgsverwöhnten Autoherstellers sank im Vergleich zum Vorjahr um 4,3 Prozent. Für BMW lief es im Dezember vergangenen Jahres so schlecht, dass der Münchener Konzern jetzt seine Produktion gedrosselt hat.

München - Verkaufseinbrüche zum Jahresende haben BMW  die Bilanz für 2008 verhagelt. Mit 1,436 Millionen abgesetzten Fahrzeugen der Marken BMW, Mini und Rolls-Royce beendete der Münchener Automobilhersteller das Jahr mit einem Minus von 4,3 Prozent im Vergleich zu 2007, wie der Dax-Konzern am Freitag mitgeteilt hat. Den stärksten Rückgang verzeichnete im vergangenen Jahr die Kernmarke BMW mit einem Minus von 5,8% auf 1,202 Millionen Wagen

BMW hat alleine im Dezember ein Viertel weniger Fahrzeuge verkauft als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Nachdem das Mini Cabrio nicht mehr produziert wird und das Nachfolgemodell erst Ende März 2009 auf den Markt kommt, sanken im Dezember auch die Verkäufe des Kleinwagens um 27,8 Prozent auf 15.010 Fahrzeuge. Im Gesamtjahr blieb jedoch unter dem Strich ein Plus von 4,3 Prozent auf 232.425 Mini.

Der Münchener Automobilkonzern hatte bereits eingeräumt, dass das ursprüngliche Ziel, im laufenden Jahr mit mehr 1,5 Millionen Fahrzeugen den Absatz des Vorjahres zu übertreffen, nicht mehr erreichbar ist. Um nicht auf Halde zu produzieren, will der Konzern die Produktion um mindestens 65.000 Fahrzeuge gegenüber den ursprünglichen Planungen kürzen.

An der Börse hat das Geschäftsergebnis kaum für Aufsehen gesorgt. BMW-Aktien  legten nach Bekanntgabe der Verkaufszahlen um 1,85 Prozent auf 22,30 Euro zu.

manager-magazin.de mit Material von dow jones, dpa und dpa-afx

Mehr lesen über
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.