Insolvenzen Deutschland vor Pleitewelle

Der Wirtschaftsinformationsverband Creditreform erwartet für 2009 bis zu 35.000 Unternehmensinsolvenzen in Deutschland. Dadurch gerieten rund 500.000 Arbeitsplätze in Deutschland in Gefahr.

Neuss - Schon im vergangenen Jahr habe eine Trendumkehr der rückläufigen Insolvenzen eingesetzt, erklärte Creditreform am Freitag. Auch die Verbraucherinsolvenzen würden wieder steigen, auf bis zu 145.000 im Jahr 2009. Im vergangenen Jahr gab es 29.800 Firmenpleiten, und rund 98.500 Personen meldeten eine Verbraucherinsolvenz an.

Creditreform zufolge wird 2009 für die gesamte Wirtschaft ein schwieriges Rezessionsjahr werden.

Die meisten Unternehmen müssten ihre Geschäftserwartungen deutlich nach unten revidieren, die Finanzierungssituation der Unternehmen werde sich verschlechtern, die Forderungsausfälle würden steigen, die Risikoprämien dadurch möglicherweise noch stärker in die Höhe gehen. Kreditversicherer zögen sich aus Teilen des Marktes ganz oder teilweise zurück, so die Prognose von Creditreform.

Autoindustrie besonders betroffen

Nach Angaben des Verbandes werden insbesondere die Autoindustrie und die Zulieferbetriebe sowie die Autohändler den Abschwung spüren. Auch die Transport- und Logistikwirtschaft sowie viele unternehmensnahe Dienstleistungsbereiche, Call-Center und Personalvermittlungsagenturen dürften unter merklich steigenden Insolvenzen zu leiden haben.

Die Schäden, die insolvente Unternehmen der Volkswirtschaft zufügen könnten, würden sich für 2009 auf schätzungsweise 33 Milliarden Euro summieren, teilte Creditreform weiter mit.

Die Zahl der von der Insolvenz ihres Arbeitgebers betroffenen Arbeitnehmer werde auf 510 000 Personen steigen und damit deutlich über dem aktuellen Niveau von 447.000 Betroffenen liegen.

manager-magazin.de mit Material von ddp

Die Wiedergabe wurde unterbrochen.