Konjunkturhilfe Kauder attackiert Autoindustrie

Die deutschen Autokonzerne sollen zukunftsträchtige Modelle bauen, anstatt nach Hilfen zu rufen - das fordert Unions-Fraktionschef Volker Kauder. Namentlich kritisierte er dabei Volkswagen: Es sei ihm unverständlich, warum der Konzern sich mit einem umweltfreundlichen Modell so lange Zeit lasse.

Hamburg - Unions-Fraktionschef Volker Kauder (CDU) hat in der Diskussion über ein zweites Konjunkturprogramm der Bundesregierung deutliche Kritik an den deutschen Autoherstellern geübt. Statt Abwrackprämien zu fordern sollten die Konzerne rasch zukunftsträchtige Modelle anbieten, sagte Kauder der "Süddeutschen Zeitung".

"Mir fehlt beispielsweise jedes Verständnis dafür, dass VW den umweltfreundlichen Golf Blue Motion erst im Oktober 2009 auf den Markt bringen will. Von uns Politikern fordern die Automanager zu Recht Schnelligkeit. Das gleiche verlange ich aber auch von ihnen", sagte der CDU-Politiker.

SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier hatte sich am Wochenende hinter den Vorschlag der Autokonzerne gestellt, eine Abwrackprämie in Höhe von 3000 Euro zu zahlen, wenn jemand sein mehr als zehn Jahre altes Auto verschrottet und sich einen Neuwagen kauft.

Zum Umfang des zweiten Konjunkturprogramms äußerte sich Kauder nicht. Er betonte aber, dass die Politik auch im Kampf gegen die Rezession "nicht das Ziel aus den Augen verlieren darf, die Neuverschuldung schrittweise auf null zu senken". Auch in der Krise gelte, dass die Schulden von heute die Steuererhöhungen von morgen seien.

manager-magazin.de mit Material von ddp

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