US-Investor Kerkorian steigt bei Ford aus

Weniger als ein Jahr nach seinem spektakulären Einstieg als Großaktionär bei Ford hat der Investor Kirk Kerkorian seine Beteiligung wieder komplett verkauft. Der Milliardär verbucht herbe Verluste aus seiner Beteiligung an dem US-Autobauer.

Detroit - Der US-Milliardär Kirk Kerkorian hat sich von seinen restlichen Anteilen am angeschlagenen Autobauer Ford  getrennt. Dies teilte eine Sprecherin von Kerkorians Investmentgesellschaft Tracinda am Montag mit.

Tracinda als einstmals größter Ford-Aktionär hatte im Oktober erklärt, mit Banken über den Verkauf der damals 133,5 Millionen Anteile zu sprechen. Es war zunächst unklar, wann Tracinda den Verkauf der Aktien abgeschlossen hat.

Der 91-jährige Kerkorian war mit einem Anteil von mehr als 6 Prozent zeitweise nach der Ford-Familie der zweitgrößte Anteilseigner des Autobauers. Wegen der steilen Talfahrt der Ford-Aktie hatte Kerkorian hohe Verluste verbucht. Beim Kauf der Aktien des zweitgrößten US-Autobauers hatte im Schnitt mehr als sieben Dollar pro Aktie gezahlt. Aktuell ist das Papier für gut zwei Dollar zu haben.

Kerkorian hatte den Ford-Sanierungskurs öffentlich stets als zukunftsfähig bezeichnet. Im Oktober nannte seine Holding dann als Grund für den abrupten Kurswechsel, dass man sich wegen der aktuellen wirtschaftlichen Situation auf andere Branchen wie Hotels und Kasinos sowie Öl und Gas konzentrieren wolle.

Kerkorian hält über Tracinda unter anderem die Mehrheit am weltweit zweitgrößten Kasino-Betreiber MGM Mirage, der inzwischen angesichts der Konjunkturkrise ebenfalls unter Druck geraten ist.

manager-magazin.de mit Material von dpa und reuters

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