Krisenticker US-Immobilienpreise brechen weiter ein

Der Case-Shiller-Hauspreisindex fällt den 17. Monat in Folge. Die Stimmung der US-Verbraucher sinkt auf den tiefsten Stand seit 40 Jahren. Der Dax beendet unterdessen den verkürzten letzten Handelstag des Jahres mit einem Plus von 2,2 Prozent. Der Krisenticker auf manager-magazin.de.

Hiermit schließt der Krisenticker für dieses Jahr und wünscht allen Lesern ein erfolgreiches 2009. Die Redaktion von manager-magazin.de ist natürlich auch an Silvester und Neujahr besetzt, um Sie mit Nachrichten, Markt- und Hintergrundberichten zu versorgen.

16.30 Uhr: Eine Stunde nach Handelsstart notiert der Dow (Kurswerte anzeigen) nahezu unverändert bei rund 8500 Punkten. Die neue Staatshilfe für den Autobauer General Motors (Kurswerte anzeigen) und dessen ehemalige Finanztochter GMAC sorge für positive Stimmung in der vorletzten Handelssitzung des Jahres. Am Dienstag veröffentlichte Konjunkturdaten waren allerdings gemischt ausgefallen und bremsten die Aufwärtsbewegung im frühen Handel etwas.

16.15 Uhr: Die US-Verbraucherstimmung ist im Dezember auf den niedrigsten Stand seit 40 Jahren gesunken. Der entsprechende Index fiel auf 38 Punkte, wie das private Forschungsinstitut Conference Board am Dienstag in New York mitteilte. Noch im November war der Index auf 44,7 Punkte gestiegen.

16.05 Uhr: Die Immobilienpreise in den 20 größten Ballungsgebieten der USA sind im Oktober erneut mit einem Rekordtempo gesunken. Der Case-Shiller-Hauspreisindex sei zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um 18 Prozent zurückgegangen, teilte das private Institut S&P/Case-Shiller am Dienstag in Washington mit. Damit ist der Index bereits den 17. Monat in Folge gesunken.

15.45 Uhr: Beflügelt von Kursgewinnen bei Autowerten sind die US-Aktienmärkte am Dienstag freundlich in den Handel gestartet. Die Stimmung an der Wall Street wurde durch die Nachricht aufgehellt, dass der angeschlagene US-Autobauer General Motors  über seine Finanzsparte GMAC weitere Hilfen von der US-Regierung bekommt.

15.15 Uhr: Deutschland darf mit 15 Milliarden Euro Unternehmen beim Überwinden der Kreditklemme helfen. Wie die EU-Kommission am Dienstag in Brüssel mitteilte, entspricht der geplante Darlehensrahmen den unlängst gelockerten EU-Regeln für Staatsbeihilfen. Aus dem Sonderprogramm können kleine und mittlere Unternehmen zinsgünstige Darlehen von maximal 50 Millionen Euro erhalten. Das Programm werde von der KfW, der größten öffentlichen Förderbank Deutschlands, aufgelegt. Die Kommission gab auch grünes Licht für eine weitere Maßnahme, bei der Unternehmen staatliche Beihilfen von bis zu 500.000 Euro erhalten können.

14.45 Uhr: Der Kurs des Euro in Dollar  ist am Dienstag gefallen. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,4098 (Montag: 1,4270) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7093 (0,7008) Euro.

14.00 Uhr: Der Dax (Kurswerte anzeigen) beendet das Jahr 2008 bei 4810 Punkten. Damit legte der deutsche Leitindex am Dienstag um 2,2 Prozent zu. Die Jahresbilanz sieht hingegen alles andere als freundlich aus - unter dem Strich verbleibt ein Minus von gut 40 Prozent!

13.40 Uhr: Angesichts der neuen bewilligten Regierungshilfen für General Motors (GM)  notieren sowohl GM als auch Ford (Kurswerte anzeigen) vorbörslich deutlich im Plus.

13.00 Uhr: Der spektakuläre Madoff-Betrugsfall an der Wall Street wird nun auch politisch aufgearbeitet. Bei einer Anhörung im US-Kongress in Washington sollen mögliche Fehler der Finanzaufsicht unter die Lupe genommen werden. Ein Kongressausschuss werde dazu am Montag nächster Woche zusammenkommen, kündigte ein US-Abgeordneter am Montag US-Medien gegenüber an. Die US-Börsenpolizei SEC hatte zuvor Pannen bei Kontrollen in früheren Jahren eingeräumt.

11.30 Uhr: Die Unternehmen in Deutschland beklagen eine zunehmend zögerliche Vergabe von Krediten. Die Kredithürde für die gewerbliche Wirtschaft habe sich erneut erhöht, ergab die am Dienstag veröffentlichte monatliche Konjunkturtest-Umfrage des Ifo-Instituts in München. Danach beurteilten die befragten rund 4000 Unternehmen aus dem verarbeitenden Gewerbe, dem Bauhauptgewerbe sowie dem Groß- und Einzelhandel die Kreditvergabe der Banken im Dezember deutlich restriktiver als im Vormonat. Besonders hoch ist die Kredithürde demnach für große Firmen.

Geldmengenwachstum deutlich abgeschwächt

11.00 Uhr: Der Dax (Kurswerte anzeigen) baut seine Gewinne aus und notiert bei 4794 Punkten (plus 1,9 Prozent).

10.45 Uhr: Der Preis für Rohöl der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) ist gestiegen. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Dienstag kostete ein Barrel (159 Liter) aus den Fördergebieten des Kartells am Montag 34,69 US-Dollar und damit 1,33 Dollar mehr als am vergangenen Mittwoch. Wegen der Weihnachtstage wurde der sogenannte Korbpreis an den Feiertagen nicht ermittelt. Die Opec berechnet ihren täglichen Durchschnittspreis auf der Basis von 13 wichtigen Sorten der Mitgliedsländer.

10.10 Uhr: In der Eurozone hat sich das Geldmengenwachstum im November überraschend deutlich abgeschwächt. Die Geldmenge M3 habe sich um 7,8 Prozent zum Vorjahr erhöht, teilte die Europäische Zentralbank (EZB) am Dienstag in Frankfurt mit. Volkswirte hatten mit einem Wachstum von 8,5 Prozent gerechnet. Im Vormonat hatte das Geldmengenwachstum bei 8,7 Prozent gelegen.

09.12 Uhr: Der Dax (Kurswerte anzeigen) ist in den letzten Handelstag des Jahres mit einem Plus von rund 70 Punkten gestartet. Der deutsche Leitindex notiert kurz nach Börseneröffnung bei 4774 Punkten.

Doch dürfte das Plus kaum über den enormen Jahresverlust hinwegtäuschen. Denn mit einem Minus von mehr als 40 Prozent wird 2008 voraussichtlich als das zweitschlechteste Börsenjahr nach 2002 (minus 44 Prozent) in die gut 20-jährige Geschichte des Index eingehen.

Nikkei mit 42 Prozent Jahresverlust

09.00 Uhr: In Japan wollen Regierung und Notenbank einem Pressebericht zufolge den Privatbanken für knapp 80 Milliarden Euro faule Kredite und andere Belastungen abkaufen. Ziel sei es, die Kreditklemme zu lockern, unter der die Unternehmen in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt litten, berichtete die Zeitung "Sankei Shimbun" am Dienstag ohne Quellenangabe.

08.30 Uhr: Der deutsche Rentenmarkt ist am Dienstag mit leichten Kursverlusten in den Handel gestartet. Der richtungweisende Euro-Bund-Future sank im frühen Handel um 0,06 Prozent auf 125,27 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe lag bei 2,915 Prozent.

08.10 Uhr: Der deutsche Aktienmarkt dürfte am Dienstag freundlich in den letzten Handelstag 2008 starten. Der XDax, der auf Basis des Dax-Futures den außerbörslichen Stand des deutschen Leitindex zeigt, stand kurz nach 8.00 Uhr um 0,56 Prozent über dem Dax-Schluss  vom Vortag.

07.55 Uhr: In Tokio gewann der 225 Werte umfassende Nikkei-Index (Kurswerte anzeigen) in einem verkürzten Handel zwar 1,3 Prozent auf 8859 Punkte. Zugleich beendete er 2008 aber mit einem Minus von 42 Prozent und damit dem größten Jahresverlust seiner 58-jährigen Geschichte. Den zuvor größten Rückgang erlitt der Nikkei 1990 als er im Jahresverlauf knapp 39 Prozent einbüßte.

manager-magazin.de mit Material von Nachrichtenagenturen

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