Mittwoch, 29. Januar 2020

Krisenticker US-Autobauern droht neuer Horrormonat

Der US-Automarkt dürfte im Dezember weiter deutlich schrumpfen, obwohl die Konsumenten wieder Vertrauen in die Wirtschaft fassen. Auch die Hausverkäufe fallen weiter. Die Finanzkrise erreicht derweil die Solarbranche. Verfolgen Sie den Krisenticker auf manager-magazin.de.

Auf Halde: Autos lassen sich immer schwieriger verkaufen
18.07 Uhr: Trotz des milliardenschweren Rettungspakets der Regierung Bush für die Autobauer verlieren die Anleger das Vertrauen in die Autoindustrie. Aktien des Hersteller General Motors Börsen-Chart zeigen verlieren an der Wall Street weitere 15 Prozent ihres Werts und notierten bei 2,98 Dollar. Ford-Papiere Börsen-Chart zeigen mussten Abschläge in ähnlicher Größenordnung hinnehmen. "Viele Verbraucher nehmen die Neuwagenrabatte nicht in Anspruch, weil sie nicht wissen wie es mit der Wirtschaft weitergeht", sagte Jesse Toprak, Chefanalyst der Beratungsfirma Edmunds.com. Toprak erwartet, dass die Verkäufe im Dezember branchenweit um 38 Prozent unter dem Vorjahresniveau liegen werden.

17.35 Uhr: Der Dax Börsen-Chart zeigen hat seine Gewinne innerhalb einer Stunde eingebüßt und schließt mit 0,2 Prozent im Minus bei 4629 Punkten.

16.13 Uhr: In den USA sind die Verkäufe bestehende Häuser im November auf den tiefsten Stand seit elf Jahren gesunken. Die Zahl der verkauften Eigenheime gab um 2,9 Prozent nach, wie das Handelsministerium am Dienstag mitteilte. Im Jahresvergleich gingen die Verkäufe sogar um 35,3 Prozent zurück. Der Schätzung zufolge wurden aufs Jahr hochgerechnet 407.000 Neubauten verkauft. Von Reuters befragte Volkswirte hatten mit 420.000 Häusern gerechnet. Das Ministerium revidierte zugleich seine Schätzung für Oktober auf 419.000 von 433.000.

16.00 Uhr: Das Vertrauen der US-Verbraucher in die wirtschaftliche Entwicklung ihres Landes ist gestiegen. Der entsprechende Index von Reuters und der Universität Michigan legte im Dezember nach endgültigen Berechnungen vom Dienstag überraschend stark auf 60,1 Punkte von 55,3 Zählern im Vormonat zu. Volkswirte hatten mit einem Stand von 58,6 Punkten gerechnet. Der von Anlegern und Volkswirten stark beachtete Index gilt als wichtiges Konjunkturbarometer, das die Stimmung und das Kaufverhalten der US-Verbraucher im Voraus anzeigt. Die Konsumausgaben machen rund zwei Drittel der Wirtschaftsleistung der USA aus.

15.35 Uhr: In den USA startet der Handel mit leichten Kursgewinnen. Der Dow-Jones-Index Börsen-Chart zeigen gewinnt 0,8 Prozent und liegt bei 8589 Punkten. Jüngste Konjunkturdaten haben die Investoren positiv aufgenommen. Zudem sehen die Händler neuen Daten vom Häusermarkt positiv entgegen.

14.17 Uhr: Die Finanzkrise hat das "Solar Valley" im sachsen-anhaltinischen Thalheim erreicht: Wegen der gesunkenen Nachfrage nach Solarmodulen hat die CSG Solar AG ihre Produktion eingestellt. Das Unternehmen werde sich von 124 der 164 Beschäftigten trennen, sagte eine Firmensprecherin am Dienstag. Zur Zahl betriebsbedingter Kündigungen wurden keine Angaben gemacht. Damit die Fachkräfte nicht die Region verlassen, werde nach Auffanglösungen gesucht, sagte Wirtschaftsminister Reiner Haseloff (CDU) der dpa. CSG Solar ist eigenen Angaben zufolge wegen der verhältnismäßig kleinen Größe stärker von der Krise betroffen als die Konkurrenz.

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