Montag, 21. Oktober 2019

Krisenticker Autozulieferer erwarten Umsatzeinbruch

Mehr als die Hälfte der hiesigen Autozulieferer rechnen mit erheblich niedrigeren Umsätzen. Ungarns Währungshüter senken ihre Zinsen. Der Automobilzulieferer Kittel Supplier ist pleite. Und die Lufthansa schränkt ihr Frachtgeschäft ein. Verfolgen Sie den Krisenticker auf manager-magazin.de

19.05 Uhr: Ungarns Zentralbank hat ihre Geldpolitik erwartungsgemäß gelockert. Wie der geldpolitische Ausschuss mitteilte, wird der zweiwöchige Einlagensatz für Geschäftsbanken um 50 Basispunkte auf 10,00 Prozent gesenkt. An den Finanzmärkten war dieser Schritt fast einhellig erwartet worden.

18.50 Uhr: Die IG Metall hat mit einer Umfrage unter ihren Betriebsräten ermittelt, dass 53 Prozent der deutschen Autozulieferer für das kommende Jahr mit Umsatzeinbußen zwischen 20 und 40 Prozent rechnen. 38 Prozent der Unternehmen erwarteten gar ein Minus zwischen 40 und 60 Prozent.

18.30 Uhr: Der Automobilzulieferer Kittel Supplier ist pleite. Beim Amtsgericht Landshut sei Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt worden, teilte der vorläufige Insolvenzverwalter Stephan Ammann am Montag in München mit. Von der Pleite seien rund 500 Beschäftigte sowie 100 Leiharbeiter betroffen. Das Unternehmen mit den beiden oberbayerischen Standorten Eching und Untermarchenbach gehört zur Wanderer AG (Augsburg) und ist unter anderem Zulieferer für die Automobilproduzenten BMW Börsen-Chart zeigen und Daimler Börsen-Chart zeigen .

18 Uhr: Die Verlustankündigung von Toyota hat die vorweihnachtliche Stimmung an europäischen Aktienmarkt am Montag getrübt. Der Frankfurter Aktienleitindex Dax Börsen-Chart zeigen ging mit einem Minus von 1,2 Prozent auf 4639 Zähler aus dem Handel, der Europaindex Stoxx50 Börsen-Chart zeigen verlor ebenfalls 1,2 Prozent auf 2027 Stellen.

17 Uhr: Die Lufthansa Börsen-Chart zeigen will ihr Angebot an Frachtflügen ab Januar 2009 um 10 Prozent verringern. Damit reagiere das Unternehmen auf "die gegenwärtig schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen", teilte Lufthansa Cargo mit. Das Unternehmen beschäftigt weltweit 4600 Mitarbeiter und befördert jährlich 1,81 Millionen Tonnen Fracht- und Postsendungen.

16.30 Uhr: Belastet von höheren Staatsausgaben zur Ankurbelung der Konjunktur und dem Ölpreisverfall erwartet Saudi-Arabien für 2009 erstmals seit sieben Jahren ein Haushaltsdefizit. Das Königreich rechne mit einer Deckungslücke von rund 11,4 Milliarden Euro, teilte das Finanzministerium am Montag mit. Der Einbruch beim Ölpreis im Zuge der globalen Wirtschaftsflaute auf derzeit etwa 42,70 Dollar je Fass hat den Opec-Staaten wie Saudi-Arabien drastische Einnahmeverluste beschert. Noch im Juli wurde das Fass für einen Rekordpreis von 147 Dollar gehandelt. Rund 90 Prozent der Einnahmen Saudi-Arabiens stammen aus dem Ölgeschäft.

15.45 Uhr: An der Wall Street eröffnen die Indizes mit Verlusten. Der Dow Jones Börsen-Chart zeigen gibt 0,3 Prozent nach, während der Nasdaq Composite Börsen-Chart zeigen um 1,1 Prozent abrutscht. Der Dax Börsen-Chart zeigen notiert derweil 0,5 Prozent im Minus knapp unter 4700 Zählern.

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