IWF-Chef "Es könnte schlimmer kommen als befürchtet"

Der Internationale Währungsfonds hat zu stärkeren Anstrengungen im Kampf gegen die weltweite Wirtschaftsflaute aufgerufen. Andernfalls drohe das kommende Jahr noch schlimmer zu werden als ohnehin befürchtet, sagte IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn.

London - Kahn plädierte in einem am Sonntag veröffentlichten Interview der BBC dafür, zur Ankurbelung der Konjunktur die öffentlichen Kassen stärker zu belasten. Im Vergleich zum Kampf gegen die Rezession sei eine Erhöhung des Haushaltsdefizits das geringere Übel, sagte Strauss-Kahn.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) fordert weltweit staatliche Stimulierungsprogramme in Höhe von zwei Prozent der Leistung der Weltwirtschaft. Die Bundesregierung hat sich lange Zeit gegen weitergehende Investitionsprogramm ausgesprochen. Mittlerweile zeichnet sich in Berlin aber ein zweites Konjunkturpaket ab.

Bundesfinanzminister Peer Steinbrück ist jetzt bereit, für ein Investitionsprogramm erhebliche Summen auszugeben. "Mir ist vollkommen klar, dass man die Tür zum Kassenraum nicht geschlossen halten kann. Sonst wird sie in Panik von anderen eingetreten", sagte der SPD-Politiker.

manager-magazin.de mit Material von reuters

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