US-Autoindustrie Auch Kanada gibt den "Big Three" Kredit

Nach den Milliarden-Notkrediten der US-Regierung für General Motors (GM) und Chrysler hat auch die kanadische Regierung umfangreiche Hilfen für die Autoindustrie angekündigt. Das Land sorgt sich vor allem um die Zulieferer.

Ottawa - Wie die Zeitung "Globe and Mail" in ihrer Onlineausgabe berichtete, soll die kanadische GM-Tochter Kredite in Höhe von bis zu drei Milliarden kanadischen Dollar (1,77 Mrd Euro) erhalten. An Chrysler Canada soll demnach bis zu eine Milliarde Dollar gezahlt werden. Ferner solle es Absicherungen für die Zulieferindustrie geben

Mit den Hilfen wolle man einen "katastrophalen" Zusammenbruch der Autoindustrie verhindern, sagte Premierminister Stephen Harper am Wochenende in Ottawa .

Die Autohersteller müssten die Mittel dazu nutzen, ihre Unternehmen wieder auf Kurs zu bringen, so Harper weiter. Der Staat müsse eingreifen, weil man "sich weder in den USA noch in Kanada einen katastrophalen kurzfristigen Kollaps leisten kann". Die Kreditsumme wird dem Zeitungsbericht zufolge in drei Teilbeträgen ausgezahlt. Die erste Zahlung solle bereits am 29. Dezember erfolgen. Der Umfang der Hilfen orientiere sich an den von der US-Regierung zugesagten Notkrediten und sei proportional zur Produktion von GM und Chrysler in Kanada.

US-Präsident George W. Bush hatte für General Motors und Chrysler am Freitag Soforthilfen im Gesamtumfang von 13,4 Milliarden US-Dollar bereitgestellt. Weitere 4,0 Milliarden Dollar sollen im Februar ausgezahlt werden. Die Kredite sind an strenge Bedingungen geknüpft. Der zweitgrößte US-Autohersteller Ford lehnte das Hilfsangebot ab, weil er auf eigene Faust weitermachen könne.

manager-magazin.de mit Material von dpa

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