BNP Paribas Fortis-Übernahme verschoben

Die Bank BNP Paribas vertagt die avisierte Übernahme des Konkurrenten Fortis und verweist zur Erklärung auf einen Gerichtsentscheid. Der legt den Anteilsverkauf von Fortis begrenzt auf Eis.

Paris/Brüssel - Die französische Großbank BNP Paribas  hat die geplante Übernahme der belgischen Fortis  zunächst verschoben. Der Übernahmeprozess könne nicht wie ursprünglich geplant weiterverfolgt werden, teilte BNP am Donnerstag in Paris mit. Die für diesen Freitag angesetzte Hauptversammlung sagte BNP Paribas entsprechend ab.

Die Franzosen begründeten ihren Schritt mit der Entscheidung eines Brüsseler Gerichts vom Freitag, wonach der Verkauf der staatlichen Anteile für 65 Tage eingefroren wird. Die Umstände des Urteils haben eine Regierungskrise in Belgien ausgelöst.

Das Brüsseler Gericht hatte entschieden, dass die Kleinaktionäre Gelegenheit bräuchten, sich zu der Zerschlagung von Fortis durch die drei Benelux-Staaten und den Verkauf des Großteils der Bank an die Franzosen zu äußern.

Das brachte Bewegung in die Aktien der Finanzbranche. Die Aktien von BNP Paribas brachen um rund 6 Prozent ein. Die von Fortis stiegen dagegen um fast 14 Prozent an. Zudem senkte die Deutsche Bank BNP-Aktien von "Buy" auf "Hold".

manager-magazin.de mit Material von dpa-afx

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