IWF-Prognose Ende 2009 beginnt US-Erholung

Ende 2009 könnte in den USA die wirtschaftliche Erholung einsetzen, sagt IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn. Dann werde unter anderem das Konjunkturprogramm der US-Regierung die Nachfrage nach oben treiben.

Washington - Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet ab Ende kommenden Jahres mit einer wirtschaftlichen Erholung in den USA. "Es gibt gute Gründe anzunehmen, dass die US-Wirtschaft sich Ende 2009 oder Anfang 2010 zu erholen beginnt", sagte IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn der spanischen Tageszeitung "Expansion".

Der Häusermarkt werde dann seinen Tiefpunkt erreicht haben, während die Nachfrage wegen des Konjunkturprogramms der Regierung anziehen werde. Strauss-Kahn räumte aber ein, dass seine Prognose auf unsicheren Füßen stehe.

Auch die chinesische Regierung beobachtet das Vorgehen der amerikanischen Administration genau, will sich deren Vorgehen aber nicht zu eigen machen. So sieht sich die chinesische Notenbank nach der historischen Zinssenkung in den USA nicht in Zugzwang, ihre Geldpolitik ebenfalls zu lockern. "Wir werden auf der Basis unser eigenen Daten entscheiden", sagte Notenbankchef Zhou Xiachuan am Donnerstag in Peking. China hatte den Leitzins seit Mitte September bereits vier Mal gesenkt.

Einige Experten rechnen noch in diesem Monat mit einem weiteren Schritt. Die amerikanische Notenbank hatte ihren Leitzins am Dienstagabend auf ein Zielband von 0 bis 0,25 Prozent gedrückt. Die Finanzkrise trifft auch die Volksrepublik hart. Die Exporte schrumpften im November erstmals seit sieben Jahren. Die Industrieproduktion wuchs so schwach wie noch nie. Gleichzeitig lässt auch der Preisauftrieb stark nach. Die Teuerungsrate fiel von Oktober auf November von 4,0 auf 2,4 Prozent. Sie werde weiter nachgeben, sagte Zhou.

manager-magazin.de mit Material von Nachrichtenagenturen

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