Dienstag, 17. September 2019

Experten-Prognose 2009 Worauf es jetzt ankommt

Was wird das nur für ein Jahr? manager-magazin.de hat prominente Unternehmenslenker und Wirtschaftsforscher sowie führende Geldanlagespezialisten nach ihrem persönlichen Ausblick für 2009 befragt. Lesen Sie das Protokoll der Befürchtungen, Erwartungen und Hoffnungen.

Düsseldorf - Die Wirtschaftslage verdüstert sich scheinbar von Tag zu Tag. Immer mehr Zahlenkolonnen werden ausgewertet, Statistiken aufgestellt. Selbst die Bundesregierung hat sich scheinbar fast alle Experten ins Haus geholt, die Deutschland überhaupt zu bieten hat - von Gewerkschaftern bis hin zu Bankern. Doch trotz aller Anstrengungen ist für viele Bundesbürger eines bis jetzt ausgeblieben: Orientierung.

Mehr als die Hälfte der Bundesbürger sagen in Umfragen der Meinungsforschungsinstitute, die neuen und wieder neuen Kommissionsgründungen der Bundesregierung machten ihnen eher Angst als Mut.

manager-magazin.de hat deshalb Vorstandsmitglieder großer Konzerne, Konjunkturfachleute renommierter Forschungsinstitute bis hin zu Geldanlagespezialisten gebeten, die wichtigsten Fragen jetzt klar zu beantworten: Angestellte welcher Branchen müssen sich im Jahr 2009 besonders warm anziehen? Wie lange wird die Kältestarre dauern - und haben Deutschlands Bürger vielleicht eine Möglichkeit, der Malaise schneller als unsere Nachbarn zu entkommen?

Vielleicht stehen die Chancen dafür ja gar nicht so schlecht. Immerhin droht hierzulande nicht der Immobilienmarkt zusammenzubrechen, der - wie in manchen anderen Staaten - von Minizinsen erst zu rasanten Höhen getrieben, dann von Anlegern zu Spekulationsblasen aufgepumpt wurde und schließlich rasant abschmierte.

Zudem hat die Bundesrepublik keine nennenswerte Verschuldung im Ausland. Wohl aber die Möglichkeit, einige Milliarden Euro zur Stabilisierung der Lage zu mobilisieren. Dennoch: "Seit mehreren Jahrzehnten haben sich die Konjunkturdaten nicht so rasch so stark verschlechtert wie zuletzt", sagt Jörg Krämer, Chefvolkswirt der Commerzbank Börsen-Chart zeigen.

"Wir werden im Januar noch einmal reagieren, es könnten dabei nochmals ein paar Milliarden zustande kommen", sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) dann auch kurz vor Weihnachten beim Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung in Mannheim. Geld soll in dem Fall vor allem in den Straßenbau, die Breitbandkommunikation oder die Sanierung von Schulen hierzulande gesteckt werden.

Was es hilft, bleibt abzuwarten. Denn schon zeigt sich, dass sich ein altes Gespenst der deutschen Wirtschaft regt.

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