Montag, 23. September 2019

Krisenticker Windkraftbauer beklagen Kreditklemme

Deutschlands Windindustrie leidet unter hohen Sicherheitsforderungen der Banken. Die US-Notenbank hat ihren Leitzins auf das tiefste Niveau seit der erstmaligen Festsetzung der Fed Funds Rate im Jahr 1971 gesenkt. Und die Börsianer in New York quittieren das mit Kursgewinnen. Verfolgen Sie den Krisenticker auf manager-magazin.de

22.20 Uhr: Der New Yorker Aktienhandel hat durch die Zinssenkung im Lande Auftrieb erhalten. Der Aktienindex Dow Jones Börsen-Chart zeigen stieg bis Handelsschluss um 4,2 Prozent auf 8927 Punkte, der Technologieindex Nasdaq Composite Börsen-Chart zeigen legte um 5,2 Prozent auf 1590 Zähler zu.

Investitionen gefährdet: Windkraftindustrie leidet unter Zurückhaltung der Banken
21.35 Uhr: Die Windkrafterzeuger in Deutschland verhandeln mit dem Staat über Hilfen in der Finanzkrise. Sie verhindere den Ausbau der Windkraft, warnte der Präsident des Bundesverbands Windenergie, Hermann Albers, in einem Interview der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Vor allem bei Projekten vor der Küste forderten die Banken hohe Eigenkapitalanteile von 25 bis 50 Prozent und verlangten dramatisch steigende Zinsen. Projekte mit einem Volumen von einer Milliarde Euro ließen sich nur noch schwer finanzieren.

20.35 Uhr: Amerikas Notenbank hat die Leitzinsen erneut deutlich gesenkt. Die Zentralbanker um Ben Bernanke drückten den wichtigsten Zinssatz von zuvor 1,0 Prozent auf ein Zielband zwischen null und 0,25 Prozent . Das ist das tiefste Niveau seit der erstmaligen Festsetzung der Fed Funds Rate im Jahr 1971. Die USA stecken in der wohl schwersten Rezession seit den 1930er Jahren.

19.15 Uhr: Die französische Großbank BNP Paribas Börsen-Chart zeigen schreibt im Investmentbanking ungeahnt hohe Verluste und bereitet einen Stellenabbau vor. Die roten Zahlen im Oktober und November hätten bei der Investmentsparte CIB in den ersten elf Monaten ein Loch von 710 Millionen Euro gerissen, teilte BNP Paribas mit. Das schließe 350 Millionen Euro Verluste in der Betrugsaffäre Madoff in den USA ein. Die Gruppe insgesamt bleibe in den schwarzen Zahlen, sagte eine Konzernsprecherin.

Zu wenig zu tun: General Motors kürzt in Russland die Produktion
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Zu wenig zu tun: General Motors kürzt in Russland die Produktion
18.55 Uhr: Der angeschlagene US-Automobilhersteller General Motors Börsen-Chart zeigen (GM) wird in seiner neuen Produktionsanlage in Russland ab Mitte Februar die Drei-Tage-Woche einführen. Die Arbeitszeit werde wieder ausgeweitet, sobald sich der russische Markt erholt habe, sagte ein Unternehmenssprecher. GM hatte die Anlage in der Nähe von St. Petersburg erst im November in Betrieb genommen. In dem Werk können jährlich bis zu 70.000 Fahrzeuge gebaut werden.

18.25 Uhr: Das Erdölförderkartell Opec bereitet sich auf eine Drosselung der Ölförderung um zwei Millionen Fass vor. Der saudische Ölminister Ali al-Nuaimi erklärte am Dienstag am Vorabend der Opec-Konferenz in Oran, Saudi-Arabien unterstützte den Plan, Saudi-Arabien will mit der Einschränkung der Produktion den Ölpreis nach eigenem Bekunden wieder auf 75 Dollar pro Barrel (159 Liter)heben. Zuletzt kostete das Fass Opec-Rohöl 42,53 Dollar.

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