Irland Eine Runde für die Banken

Zehn Milliarden Euro will die irische Regierung den lokalen Banken zur Verfügung stellen. "Im Interesse der gesamten Wirtschaft", sagte Finanzminister Brian Lenihan. Der Steuerzahler soll das Geld allerdings zurück bekommen, so der Politiker weiter.

Dublin - Irland will seinen Banken mit einer Finanzspritze von zehn Milliarden Euro aus der Krise helfen. Die irische Regierung kündigte am Sonntagabend ein entsprechendes Rettungspaket für den Finanzsektor an. Damit sollten die Banken "im Interesse der gesamten Wirtschaft" unterstützt werden, sagte Finanzminister Brian Lenihan der irischen Rundfunkanstalt RTE.

Der Staat soll im Rahmen des Rekapitalisierungsplans neben privaten Investoren und Anlegern eingreifen. In der Mitteilung der Regierung heißt es nach Angaben der "Irish Times", dass selbst völlig gesunde Banken in der Finanzkrise zusätzliches Kapital benötigen könnten.

Das Geld wird für die nationalen Banken zur Verfügung stehen. Demnach kann der Staat entweder Aktien der Banken erwerben oder als Garant bei der Ausgaben neuer Aktien auftreten. Lenihan erklärte, die Regierung werde dafür sorgen, dass der Staat - und somit der Steuerzahler - das Geld zurückbekomme.

Mit dem Plan folgt Irland anderen europäischen Ländern wie Großbritannien, die ihre Banken mit einer massiven Finanzspritze unterstützen. Irland war dieses Jahr als erstes EU-Land in die Rezession gerutscht. Die irische Regierung hat bereits milliardenschwere Garantien für seine Banken und auch ausländische Institute gewährt. Die Opposition kritisierte den jetzigen Plan als zu spät und zu wenig detailliert.

manager-magazin.de mit Material von dpa

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