Luftfahrtbranche Lufthansa wieder an SAS interessiert

Nach dem Einstieg bei der österreichischen AUA scheint die Deutsche Lufthansa einen Blick auf eine weitere europäische Fluglinie zu werfen. Die Lufthansa hat nach Medieninformationen erneut Übernahmegespräche mit der skandinavischen SAS aufgenommen. Es wäre nicht die einzige Fluggesellschaft, an der die Lufthansa derzeit interessiert ist.

Frankfurt am Main - Die Lufthansa  nimmt einem Zeitungsbericht zufolge erneut Kurs auf einen Einstieg bei der skandinavischen Fluggesellschaft SAS. Die Verhandlungen seien wieder aufgenommen worden, hat die "Süddeutsche Zeitung" berichtet. Die Lufthansa selbst wollte nicht Stellung nehmen.

Die Lufthansa hatte bereits Mitte November ihr Interesse an der skandinavischen Fluggesellschaft bekundet. Beide Airlines gehören dem Luftfahrtbündnis Star Alliance an. SAS gehört zur Hälfte den Ländern Schweden, Norwegen und Dänemark. Über den Sommer hatte Lufthansa Kreisen zufolge bereits exklusive Gespräche über eine Übernahme von SAS geführt.

Allerdings habe die deutsche Fluggesellschaft wegen der schwierigen Lage der SAS-Tochter Spanair nach dem Flugzeugunglück in Madrid mit Hunderten Toten zunächst von einem Engagement abgesehen, hatten Insider gesagt. SAS selbst steht wegen einer Serie von Notlandungen im vergangenen Jahr unter genauer Beobachtung.

Zuletzt hatte Lufthansa eine Einigung mit Austrian Airlines über einen Einstieg bei dem österreichischen Konkurrenten getroffen. Noch müssen allerdings die europäischen Aufsichtsbehörden grünes Licht für das Geschäft geben, gegen das sich andere Fluglinien wie Air Berlin oder Air France-KLM  wehren.

Mit Air France-KLM konkurriert die Lufthansa derzeit zudem um einen 20-Prozent-Einstieg bei der neuen Alitalia . Demnächst wird die Lufthansa zudem die Mehrheit an British Midland übernehmen, an der auch SAS mit 20 Prozent beteiligt ist.

manager-magazin.de mit Material von reuters

Die Wiedergabe wurde unterbrochen.