Donnerstag, 14. November 2019

Windenergie RWE startet Riesenprojekt

Der Energiekonzern RWE hat grünes Licht für sein bislang größtes Windkraftprojekt bekommen. Die britische Regierung genehmigte die Errichtung von rund 200 Windrädern vor der walisischen Küste, die Strom für eine halbe Million Haushalte liefern sollen. Die Anlage wird wohl gut zwei Milliarden Euro kosten.

Essen - Der Energieversorger RWE Börsen-Chart zeigen hat von der britischen Regierung die Genehmigung für den Bau eines Offshore-Windparks vor der Küste von Nordwales erhalten. Der Windpark Gwynt y Môr (walisisch: Wind im Meer) mit einer installierten Leistung von 750 Megawatt könne als einer der größten Offshore-Parks weltweit jährlich über eine halbe Million Haushalte in Großbritannien mit Strom versorgen, wie RWE Innogy mitteilte.

Neues Windenergieprojekt: RWE Innogy will vor der walisischen Küste bauen
Zum Investitionsvolumen äußerte sich RWE nicht. Marktkreise gehen jedoch davon aus, dass es sich um ein Volumen von etwa 2,25 Milliarden Euro handeln dürfte. 200 Turbinen in der Größe zwischen drei und fünf Megawatt sollen installiert werden. Mit dem Bau kann den Angaben zufolge nach derzeitigem Planungsstand 2011 begonnen werden. Die vollständige Inbetriebnahme ist für 2014 vorgesehen.

In Großbritannien ist RWE zudem an dem 60-Megawatt-Park North Hoyle vor Nordwales beteiligt, ganz in der Nähe soll 2009 der 90-Megawatt-Windpark Rhyl Flats in Betrieb gehen. Darüber hinaus ist RWE am Bau des 500-Megawatt-Offshore-Windparks Greater Gabbard vor der Ostküste Englands beteiligt, der ab 2010 den ersten Strom liefern soll.

Auch in den Niederlanden und vor der deutschen Küste bewerben sich die Essener an Offshore-Projekten. Generell gibt es vor der deutschen Küste schon zahlreiche Genehmigungen, aber bisher noch keine realisierten Offshore-Windparks. Der Konzern hatte bislang vor allem auf Kohle und Atomkraft gesetzt, im Februar dieses Jahres dann aber die Ökostromtochter RWE Innogy gegründet. Deren Geschäft will das Unternehmen mit jährlichen Investitionen von rund einer Milliarde Euro ausbauen.

manager-magazin.de mit Material von dpa-afx und reuters

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