Schaeffler "Haben alles richtig gemacht"

Jürgen Geißinger, Chef des Autozulieferers Schaeffler, will Bedenken zerstreuen, sein Unternehmen gerate bei der Übernahme von Continental in finanzielle Schwierigkeiten. Auch erläutert er die Vorgeschichte des Deals - und warum er deshalb die Ablehnung von Ex-CEO Manfred Wennemer nicht verstehen kann.

Herzogenaurach/München - Der Chef des Automobilzulieferers Schaeffler, Jürgen Geißinger, hat Zweifel an der Übernahme des Continental-Konzerns durch sein Unternehmen zurückgewiesen. "Wir haben alles richtig gemacht und würden alles wieder so machen", sagte Geißinger der "Süddeutschen Zeitung".

Schaeffler habe "absolut den richtigen Zeitpunkt" für die Übernahme erwischt. Die Kreditfinanzierung des Milliarden-Deals stehe "felsenfest". Es sei "nur eine Frage der Zeit", bis man einen Co-Investor für Conti finden werde.

Geißinger kündigte an, in spätestens fünf Jahren sollten Schaeffler und Continental gemeinsame Produkte für die Automobilindustrie auf den Markt bringen, dann würden beide Unternehmen "auch Prozesse und Abläufe reibungslos miteinander verzahnt" haben.

Geißinger äußerte sich auch zur Vorgeschichte des Deals. Bereits vor zwei Jahren habe es demnach erste Gespräche über einen Einstieg Schaefflers bei Conti gegeben, und zwar "auf Initiative von Conti", wie Geißinger betonte. Umso weniger habe er verstehen können, dass der inzwischen ausgeschiedene Conti-Vorstandschef Manfred Wennemer gegen die Pläne der Franken zu Felde zog.

In seiner Eigenschaft als Sprecher der Zulieferer im Verband der Autoindustrie (VDA) sprach sich der Manager gegen einen staatlichen Schutzschirm für die Autoindustrie aus. Viel wichtiger sei es, dass jener für die Banken funktioniere und diese als Folge den Unternehmen genügend Kredite einräumen. Denn "nur, wenn das notwendige Kapital da ist, können Entwicklungsprojekte fortgeführt werden", so Geißinger.

manager-magazin.de mit Material von dpa-afx

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