Postbank Post trägt Kapitalerhöhung quasi allein

Die Deutsche Post hat fast die komplette Kapitalerhöhung der Tochter Postbank getragen. Der Mutterkonzern zeichnete rund 55 Millionen Aktien. Die Post ist damit zu gut 62 Prozent an ihrer Tochter beteiligt - erst 2009 will sich die Deutsche Bank ein größeres Paket sichern.

Bonn - Auf Basis der Garantie seitens der Deutschen Post seien 99,3 der angebotenen Aktien oder 54,4 Millionen Stück vom Mutterkonzern gezeichnet worden, teilte die Postbank  am Freitag in Bonn mit. Der Anteil der Post an der Postbank steige damit von knapp über 50 Prozent auf 62,3 Prozent. Der Bezugspreis der insgesamt 54,4 Millionen Aktien lag bei 18,25 Euro. Die Postbank erlöste damit wie bereits angekündigt rund eine Milliarde Euro.

Anfang 2009 verkauft die Post einer Vereinbarung vom September zufolge 29,75 Prozent der Postbank an die Deutsche Bank für 2,8 Milliarden Euro. Bei der Transaktion wurde der Wert einer Aktie auf 57,25 Euro festgelegt.

Über das erste Paket hinaus hat sich Deutschlands Branchenprimus noch die Option auf weitere Anteile gesichert: Weitere 18 Prozent kann die Deutsche Bank der Mutter Post in den ersten ein bis drei Jahren nach dem Einstieg für 55 Euro je Aktie abkaufen. Die Post räumte der Deutschen Bank  zudem ein Vorkaufsrecht für ihre verbleibenden Anteile ein.

Um sich gegen einen möglichen weiteren Kursverfall im Zuge der Finanzmarktkrise zu wappnen, hat sich die Post aber auch die Möglichkeit gesichert, den verbleibenden Postbank-Anteil von 20,25 Prozent plus einer Aktie für 42,80 Euro je Aktie innerhalb von 21 und 36 Monaten nach dem ersten Teilverkauf an die Deutsche Bank zu veräußern.

Bis 11.40 Uhr zogen Aktien der Postbank  um rund 1,70 Prozent auf 16,14 Euro an. Die Anteilsscheine der Postbank  verbilligten sich dagegen um rund ein halbes Prozent auf 11 Euro.

manager-magazin.de mit Material von dpa-afx

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