Trotz Rezession Beschäftigung auf Rekordhoch

Die Arbeitslosigkeit ist im November weiter gesunken, die Zahl der Beschäftigten auf einen neuen Rekordstand gestiegen - der Wirtschaftsmisere zum Trotz. Doch die Statistiker warnen: Krisen spiegeln sich zeitverzögert im Beschäftigungsstand wieder.

Nürnberg - Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im November um 8000 auf 2.988.000 gesunken. Das waren 390.000 weniger als vor einem Jahr, berichtete die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Donnerstag in Nürnberg. Die Arbeitslosenquote nahm um 0,1 Punkte auf 7,1 Prozent ab. Vor einem Jahr hatte sie noch bei 8,1 Prozent gelegen.

Der Vorstandschef der Bundesagentur für Arbeit, Frank-Jürgen Weise, sagte, der Arbeitsmarkt sei stabil. Dies zeigten die aktuellen Zahlen. Die Nachfrage der Unternehmen nach Mitarbeitern sei nach wie vor auf hohem Niveau. Allerdings mehrten sich die Anzeichen, dass der wirtschaftliche Abschwung den Arbeitsmarkt bald erfassen werde, sagte Weise.

Die weltweite Finanzmarktkrise dürfte sich erst ab der zweiten Jahreshälfte 2009 deutlich auf den Arbeitsmarkt auswirken, sagte der Sprecher der Bundesagentur für Arbeit (BA), John-Philip Hammersen. Im November sei die Zahl der Arbeitslosen aber weiter zurückgegangen, sogar etwas stärker als erwartet.

Die Zahl der Erwerbstätigen erreichte im Oktober mit 40,84 Millionen einen neuen Rekordstand. Das waren 538.000 oder 1,3 Prozent mehr als vor einem Jahr, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte. Die Konjunkturflaute kommt nach den Erfahrungen der Statistiker "häufig erst mit einigen Monaten Verzögerung" auf dem Arbeitsmarkt an. Die fünf Wirtschaftsweisen sagen voraus, dass die Zahl der Erwerbstätigen im kommenden Jahr um rund 80.000 sinkt. Das wäre der erste Rückgang seit 2005.

Im Vergleich zum Vormonat September stieg die Zahl der Arbeiter, Angestellten, Beamten, geringfügig Beschäftigten und Selbstständigen um 219.000. Jahreszeitlich bedingte Schwankungen ausgeklammert, blieb ein Plus von 39.000 auf 40,41 Millionen.

manager-magazin.de mit Material von reuters

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