Autokrise Produktionsstopp bei Porsche

Bislang schien Porsche von der Autokrise kaum berührt. Doch zu den verlängerten Weihnachtsferien kommen nun weitere Kürzungen. Bereits am Freitag hat der Sportwagenhersteller die Bänder angehalten. Geplant sind weitere Ausfalltage.

Stuttgart - Porsche  hält angesichts der Flaute bei den Neuwagenverkäufen die Bänder an. Nachdem die Produktion im Stammwerk Zuffenhausen bereits am vergangenen Freitag still gestanden habe, werde der Sportwagenbauer bis Ende Januar weitere sieben Ruhetage einlegen, teilte der Stuttgarter Fahrzeughersteller am Dienstag mit.

Die Mitarbeiter würden in dieser Zeit ihre gut gefüllten Arbeitszeitkonten herunterfahren. Kurzarbeit sei daher nicht nötig, versicherte Porsche.

Für das laufende Geschäftsjahr 2008/09 rechnet der Stuttgarter Automobilhersteller mit weniger verkauften Wagen als im Vorjahr. Von August 2007 bis Ende Juli 2008 hatte Porsche einen neuen Rekord von 98.652 verkauften Cayenne, Boxster, 911-er und Co. eingefahren. Die Stuttgarter hatten jedoch mehrfach betont, lieber ein Auto weniger zu produzieren als eines auf Halde zu stellen.

Den nächsten Wachstumsschub erwartet das Unternehmen erst im Geschäftsjahr 2009/10 mit der Markteinführung des Panamera. Porsche hatte am Montag erstmals Fotos vom Panamera veröffentlicht. Der ab August oder September verfügbare Viertürer, von dem die Stuttgarter mindestens 20.000 pro Jahr zu verkaufen hoffen, könnte Porsche den erhofften Absatzschub bringen. Die letzte Neueinführung war der Geländewagen Cayenne Ende 2002 - heute das bestverkaufte Porsche-Modell.

Bereits Anfang November hatte Porsche Kürzungen angekündigt. Das Werk in Stuttgart bleibe vom 22. Dezember bis zum 9. Januar geschlossen, drei Tage länger als ursprünglich geplant, teilten die Stuttgarter mit.

manager-magazin.de mit Material von dow jones

Mehr lesen über Verwandte Artikel
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.