US-Konjunktur Obama will 700 Milliarden locker machen

Der designierte US-Präsident Barack Obama will mit einem 700 Milliarden Dollar schweren Programm der schwachen US-Konjunktur unter die Arme greifen, heißt es. Derweil bestätigt Obama, dass der Chef der New Yorker Notenbank, Tim Geithner, sein neuer Finanzminister wird.

Washington - Als eine seiner ersten Amtshandlungen will der kommende US-Präsident Barack Obama einem Medienbericht zufolge zu Beginn des Jahres 2009 ein massives Konjunkturprogramm auf den Weg bringen. Das staatliche Programm könne sich auf bis zu 700 Milliarden Dollar (etwa 550 Milliarden Euro) binnen zwei Jahren belaufen, berichtete die "Washington Post" am Montag. Obama tritt am 20. Januar die Nachfolge von Präsident George W. Bush an.

Gefeierter Wahlgewinner: Der Erwartungsdruck lastet schwer auf den designierten US-Präsidenten Obama. Zur Stabilisierung der US-Konjunktur will er jetzt ein 700 Milliarden Dollar schweres Programm auflegen, heißt es in einem Pressebericht. Obama selbst legt sich auf ein genaues Volumen indes nicht fest.

Gefeierter Wahlgewinner: Der Erwartungsdruck lastet schwer auf den designierten US-Präsidenten Obama. Zur Stabilisierung der US-Konjunktur will er jetzt ein 700 Milliarden Dollar schweres Programm auflegen, heißt es in einem Pressebericht. Obama selbst legt sich auf ein genaues Volumen indes nicht fest.

Foto: AFP

Das Paket solle unverzüglich nach der Konstituierung des neuen US-Kongresses Anfang Januar verabschiedet werden, so dass der neue Präsident es rasch nach seiner Vereidigung am 20. Januar unterzeichnen könne, berichtete das Blatt weiter.

Die Maßname wäre demnach das größte staatliche Ausgabenprogramm seit der New-Deal-Politik des früheren Präsidenten Franklin D. Roosevelt nach der Weltwirtschaftskrise Anfang der 30er Jahre. Zu Details der Pläne Obamas wurde zunächst nichts bekannt. Die Summe von 700 Milliarden Dollar wurde laut "Washington Post" von Obamas Beratern Jon Corzine, dem Gouverneur von New Jersey, und Lawrence Summers, dem früheren Finanzminister, ins Spiel gebracht.

Obama stellte am Montagabend (MEZ) zur Ankurbelung der amerikanischen Wirtschaft ein umfassendes Konjunkturprogramm in Aussicht, legte sich auf ein genaues Volumen bei der Vorstellung seines Wirtschaftsteams am Montag allerdings nicht fest. Die Einzelheiten wolle er mit seiner neuen Mannschaft ausarbeiten. Ziel sei die Schaffung von 2,5 Millionen Arbeitsplätzen innerhalb von zwei Jahren, bekräftigte Obama.

Geithner wird Finanzminister, Summers leitet Wirtschaftsrat

Auch die angeschlagene US-Autoindustrie kann sich weiter Hoffnungen auf Finanzhilfen der Regierung machen. Obama versicherte, seine Regierung werde nicht zulassen, dass die Branche untergehe. Allerdings werde die Regierung den Herstellern auch keinen "Blankoscheck" ausstellen. Er forderte die Konzerne deshalb auf, überzeugende Pläne zur Überwindung der Krise vorzulegen.

Bereits vorab wurde bekannt, dass er den Chef der New Yorker Notenbank, Tim Geithner (47), für den Posten des Finanzministers nominieren will. Obama bestätigte die Meldung am Abend. Geithner wird damit die Federführung bei der Bekämpfung der Finanzkrise übernehmen. Als Chef des Nationalen Wirtschaftsrates ernannte Obama Lawrence Summers (53), der in der Regierung von Bill Clinton Finanzminister war. Als Kandidat für den Posten des Handelministers gilt der Gouverneur von New Mexico, Bill Richardson.

manager-magazin.de mit Material von afp und reuters

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