Krisenticker Wall-Street-Rally hält an

Erneut schließt die New Yorker Börse mit einem satten Plus. So mancher Börsianer bezweifelt aber, dass der Kursaufschwung nachhaltig ist. Der künftige US-Präsident Barack Obama will mit einem "aggressiven Plan zur Erholung der Wirtschaft" die Krise meistern, während man in Berlin offenbar über die Ausgabe von Konsum-Scheinen nachdenkt. Verfolgen Sie den Krisenticker auf manager-magazin.de.

22.10 Uhr: Die Aktienmärkte in den USA haben am Montag an ihre fulminante Rally vom Freitag anknüpfen können. Gestützt auf eine weitere staatliche Hilfe für die einstmals weltgrößte Bank Citigroup verbuchten die Indizes kräftige Gewinne. Der Dow Jones schloss mit einem Plus von knapp 5 Prozent oder 397 Zähler auf 8443 Punkte. Zeitweise tastete sich der Index sogar bis auf 8600 Punkte heran, konnte dieses Niveau aber nur kurz halten. Für den marktbreiten S&P-500-Index ging es um 6,47 Prozent auf 851 Zähler nach oben. An der Technologiebörse stieg der Nasdaq Composite um 6,33 Prozent auf 1472 Zähler.

Titel der Citigroup  schossen nach ihren massiven Verlusten der Vorwoche um 57,82 Prozent auf 5,95 US-Dollar nach oben. Die US-Regierung eilt der stark angeschlagenen Großbank mit einer weiteren Kapitalspritze über 20 Milliarden Dollar sowie einer Bürgschaft zu Hilfe. "Summe und Umfang sehen riesig aus", sagte ein Börsianer in einer ersten Reaktion. Er frage sich aber, ob das bedeute, dass andere Finanzhäuser auf Hilfen in ähnlicher Höhe hoffen könnten. Auch die Titel der Mitbewerber verbuchten prozentual zweistellige Kursgewinne.

21.40 Uhr: In der letzten halben Stunde vor Handelsschluss treiben die Investoren an der New Yorker Börse die Aktienindizes noch einmal mit kräftigen Käufen weiter nach oben. Vor allem Finanzwerte sind stark gefragt. Der Dow Jones gewinnt zwischenzeitlich 6,8 Prozent hinzu.

20.51 Uhr: Der Euro kann am Montag im späten Handel seine jüngsten Gewinne verteidigen hält sich weiter nahe 1,29 Dollar. Zuletzt wurden je Euro 1,2907 US-Dollar gezahlt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Mittag noch auf 1,2773 (Freitag: 1,2602) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete 0,7829 (0,7935) Euro. "Der Devisenmarkt bleibt davon abhängig, wie risikofreudig die Anleger sind und wie stark sie in Aktien investieren. Die Hilfe für die Citigroup hat die Nachfrage nach Aktien nun wieder erhöht und die Anleger vom Dollar weggelockt", sagte ein Händler. Die Nominierung von Timothy Geithner, Notenbankchef in New York, zum Finanzminister sei unterdessen keine Überraschung.

20.15 Uhr: Die Finanzkrise trifft auch den Autozulieferer Mahle. Aufgrund der Produktionskürzungen bei den Autoherstellern wird der Kolbenspezialist laut "Stuttgarter Zeitung" (Dienstagausgabe) seine Weihnachtspause am Stammsitz Stuttgart auf vier Wochen verlängern. Dies gilt für die Produktion, Verwaltung und Entwicklung. Dies habe Auswirkung auf rund 2000 Mitarbeiter, wie eine Sprecherin dem Blatt sagte. Nur ein Notdienst werde aufrechterhalten.

19.44 Uhr: Der Druckmaschinen-Hersteller Heidelberger Druck (Kurswerte anzeigen)verschärft angesichts der andauernden Absatzkrise seine Sparanstrengungen. An den Standorten Heidelberg, Wiesloch, Amstetten, Brandenburg und Kiel soll auch in Verwaltung, Entwicklung und IT Kurzarbeit eingeführt werden, erfuhr die Finanz-Nachrichtenagentur dpa aus Unternehmenskreisen. Am Montag sei ein entsprechendes Schreiben von Konzernchef Bernhard Schreier an die Führungskräfte herausgegangen. Es habe bereits "grünes Licht" von der Bundesagentur für Arbeit gegeben.

19.30 Uhr: Die Bundesregierung arbeitet angesichts der sich verschärfenden Konjunkturkrise an einer Aufstockung des bisherigen Wachstumspakets. Angeblich erwägt die Regierung dabei unter anderem sogar die Ausgabe von Konsum-Gutscheinen, mit denen gezielt die Binnenwirtschaft angekurbelt werden könne, berichtet das "Handelsblatt" unter Berufung auf Regierungskreise. Im Gespräch sei ein Betrag von etwa 500 Euro. An den Details der möglichen Ausgabe von Coupons werde noch gearbeitet - so etwa an der Idee, das 500-Euro-Geschenk mit der Verpflichtung zu verknüpfen, dass der Bürger beim Einlösen zusätzlich eigenes Geld investieren muss. Ein Sprecher des Bundesfinanzministeriums wies den Bericht zurück. "Das ist absurder Unsinn", sagte er am Montagabend. Experten fordern dagegen schon länger, den privaten Konsum in der Krise zu stützen, um damit voraussichtliche Exportverluste halbwegs abfedern zu können.

300-Milliarden-Bürgschaft für Citigroup

19 Uhr: Ein Konjunkturprogramm soll 2,5 Millionen Arbeitsplätze schaffen oder bedrohte Arbeitsplätze sichern, kündigt der designierte US-Präsident Barack Obama am Montag in Chicago bei der Vorstellung seines Wirtschaftsteams an. Die US-Wirtschaft befinde sich in einer "Krise von historischem Ausmaß", sagte er. Die Aufgaben seien schwer und nicht in kurzer Zeit zu bewältigen. Obama kündigte erneut Steuererleichterungen für die überwältigende Mehrheit der Amerikaner an. Der designierte US-Präsident will der Automobilindustrie auf jeden Fall helfen. Allerdings werde seine Regierung den Herstellern auch keinen "Blankoscheck" ausstellen. Er forderte die Autohersteller deshalb auf, überzeugende Pläne zur Überwindung der Krise vorzulegen.

18.30 Uhr: Der Dow Jones (Kurswerte anzeigen) notiert mit rund 2,5 Prozent im Plus bei 8250 Punkten.

18.20 Uhr: Die niederländische Kammer für Handelsangelegenheiten in Amsterdam wird eine Untersuchung über das Finanzunternehmen Fortis durchführen. Dies teilte das Handelsgericht am Montag mit. Die Untersuchung werde auf Ersuchen der Aktionärsschutzvereinigung VEB eingeleitet. Die VEB wirft Fortis vor, das Unternehmen habe ihre Aktionäre nicht angemessen über die dramatische Verschlechterung der Bedingungen informiert, die dann zu einem Teilverkauf und der Teilverstaatlichung geführt habe.

17.55 Uhr: Auch der russische Aktienmarkt ist am Montag mit zum Teil klaren Gewinnen in die neue Börsenwoche gestartet. Nach lustlosem Geschäft kletterte der RTS-Interfax-Index des Computerhandels in Moskau um 7,7 Prozent auf 625 Punkte.

17.40: Der Dax (Kurswerte anzeigen) schließt mit über 10 Prozent im Plus bei 4554 Punkten (plus 427 Punkte).

17.25 Uhr: Trotz der Krise in der Automobilbranche ist der Genfer Autosalon vom 5. bis zum 15. März im kommenden Jahr ausgebucht. Alle großen Marken hätten "trotz der teilweise alarmierenden Informationen der letzten Wochen" ihre Anmeldungen bestätigt, teilten die Veranstalter der Messe am Montag mit. Zwanzig Aussteller stünden sogar auf der Warteliste.

17 Uhr: Der Dax  baut seine Gewinne auf 9,1 Prozent (374 Zähler) aus. Angetrieben wird die Rally in den USA: Dort klettert der Dow Jones  um knapp 4 Prozent. In Frankfurt legen vor allem die Finanzwerte zweistellig zu.

16.45 Uhr: Die EU-Staaten stehen hinter einem Vorschlag Frankreichs zur schrittweisen Einführung der Klimaschutzvorschriften für die Autoindustrie bis 2015. Das von der französischen Ratspräsidentschaft vorgelegte Papier werde "weitestgehend" unterstützt, sagte ein EU-Diplomat am Montag nach dem Treffen der EU-Botschafter in Brüssel. Die Ratspräsidentschaft könne am Abend mit dem Europäischen Parlament darüber verhandeln.

Derzeit belastet ein Auto in der EU die Luft durchschnittlich mit knapp 160 Gramm je Kilometer. Nach dem Vorschlag der EU-Kommission sollte der Grenzwert von derzeit 120 Gramm je Kilometer für alle neuen Pkw im Flottendurchschnitt schon ab 2012 gelten. Die Franzosen wollen das Limit dann aber erst für zwei von drei neuen Autos setzen. Bis 2015 soll über zwei weitere Stufen von 75 und 80 Prozent die gesamte Fahrzeugflotte auf umweltschonendere Motoren umgestellt werden. Über die Umweltauflagen für Pkw wird seit bald einem Jahr gestritten. Deutschland und Frankreich kämpften als größte Produktionsländer dafür, den Gesetzentwurf der Kommission zu entschärfen. Premium-Hersteller wie Daimler und BMW stehen vor großen Herausforderungen, um die Krise zu bewältigen.

15 Uhr: Der Dow Jones  baut seine Gewinne auf 2,7 Prozent aus. Der Dax klettert zeitweise um 6 Prozent.Um 17 Uhr MEZ will Barack Obama sein Wirtschaftsteam vorstellen: Als Finanzminister ist Presseberichten zufolge Timothy Geithner, Präsident der Notenbank von New York, vorgesehen. Er würde als Nachfolger von Hank Paulson über die weitere Verwendung des US-Rettungspakets entscheiden. Direktor von Obamas "National Economic Council" soll Ex-Harvard-Präsident Lawrence Summers werden, einer der angesehendsten Ökonomen des Landes. Als Wirtschaftsminister ist der Gouverneur von New Mexiko, Bill Richardson im Gespräch.

16 Uhr: Der Benzinpreis in Deutschland ist auf den niedrigsten Stand seit vier Jahren gefallen. Nach Angaben von Marktführer Aral kostete ein Liter Superbenzin am Montag im Durchschnitt rund 1,16 Euro. Das war das niedrigste Niveau seit November 2004. Damit ist Benzin jetzt 44 Cent billiger als zur Zeit der Preisrekorde Anfang Juli. Ein Liter Heizöl kostet unterdessen nur noch 62,9 Cent, wie der Hamburger Energieinformationsdienst (EID) mitteilte. Das waren 4,3 Cent weniger als vor einer Woche.

15.40 Uhr: Die Aktie der Citigroup  legt im frühen Handel in New York um rund 60 Prozent zu und notiert wieder bei 6 Dollar. Die Bürgschaft der US-Regierung über knapp 300 Milliarden Dollar sowie die Kapitalspritze über 20 Milliarden Dollar stützen das Institut, das in der vergangenen Woche massiv an Wert verloren hatte. Sinnbild für die Krise der Wall Street: Das einst weltgrößte Finanzinstitut ist zum Spielball der Zocker geworden.

15.30 Uhr: Zu Handelsbeginn an der New Yorker Börse baut der Dax  seine Gewinne aus und notiert mit einem Plus von 4,5 Prozent auf Tageshoch. Die Milliardenhilfe für die Citigroup sowie die Erwartung, dass der designierte US-Präsident Barack Obama heute sein Wirtschaftsteam vorstellt, treiben die Kurse. Der Dow Jones  startet mit einem Plus von 1,5 Prozent.

14.00 Uhr: Die US-Futures notieren 90 Minuten vor Handelsbeginn in New York klar im Plus. Der Dow Jones , der bereits am Freitag um 6,5 Prozent gesprungen war, dürfte am Montag seine Erholung im frühen Handel zunächst fortsetzen und auf 8100 Zähler klettern. In Frankfurt legen Finanz- und Autotitel deutlich zu.

Deutsche Börse verschärft Streubesitzregelung

12.30 Uhr: Die Aktie der Citigroup (Kurswerte anzeigen) legt drei Stunden vor Handelsbeginn im vorbörslichen US-Handel um rund 30 Prozent auf 4,96 US-Dollar zu. "Der Markt ist erleichtert, dass die Citigroup offenbar gerettet wird", sagte ein Händler. Die US-Regierung hatte am Montag mitgeteilt, bei der Citigroup einzusteigen und Bürgschaften für Kredite im Umfang von rund 300 Milliarden Dollar zu stellen.

12.02 Uhr: Die Deutsche Börse verschärft die Streubesitzregelung für die Mitgliedschaft von Aktienwerten in ihren Indizes. Künftig wird ein Wert entnommen, wenn der Streubesitz der Papiere unter zehn Prozent fällt. Bisher galt eine Grenze von fünf Prozent.

11.15 Uhr: Vor dem Hintergrund der Weltfinanzmarktkrise blicken die Unternehmen in Deutschland pessimistisch in die Zukunft. Gut ein Drittel der Firmen erwartet 2009 ein Produktionsminus und will Arbeitsplätze abbauen, wie aus der Herbst-Konjunkturumfrage des Kölner Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) hervorgeht, die am Montag in Berlin vorgestellt wurde. Von mehr als 1800 befragten Unternehmen gehen demnach fast 37 Prozent von einem Produktionsrückgang im kommenden Jahr aus. Für 2009 rechnen 34 Prozent der Unternehmen außerdem mit rückläufigen Investitionen in ihrem Betrieb, lediglich 23 Prozent wollen mehr investieren als 2008.

11.10 Uhr: Unter dem Druck der zuletzt eingebrochenen Konjunkturindikatoren wie dem deutschen ifo-Index wird eine kräftige Leitzinssenkung der Europäischen Zentralbank (EZB) immer wahrscheinlicher. Volkswirte der Commerzbank schätzen, dass die Währungshüter den Leitzins in der kommenden Woche nicht nur um 0,50, sondern sogar um 0,75 Prozentpunkte senken. Dies schreibt das Bankhaus in einer am Montag veröffentlichten Studie. Bis zum Frühjahr 2009 dürften die EZB den Leitzins von derzeit 3,25 Prozent auf 1,75 Prozent senken.

11.00 Uhr: Frankreich hat seine europäischen Partner zu größeren Anstrengungen im Kampf gegen die Rezession aufgefordert. Neben geldpolitischen Maßnahmen sollten die EU-Mitglieder auch ihre Haushalte dafür nutzen, sagte Wirtschaftsministerin Christine Lagarde am Montag kurz vor einem Treffen von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy. "Alle Instrumente müssen eingesetzt werden", sagte Lagarde in Paris. "Alle Länder, die die Flexibilität dazu haben, sollten dies tun."

Dax baut Gewinne aus

10.30 Uhr: Der Dax  baut, getrieben von Finanzwerten, seine Gewinne auf 3,3 Prozent aus - obwohl der Ifo-Index schlechter ausgefallen ist als erwartet. Offenbar setzen Schnäppchenjäger darauf, dass es bald nur noch besser werden kann: Seit Jahresbeginn hat sich der Dax, die VW-Aktie herausgerechnet, bereits mehr als halbiert.

10 Uhr: Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im November den sechsten Monat in Folge eingetrübt. Der Ifo-Geschäftsklimaindex sank von 90,2 auf 85,8 Punkte, wie das Münchner Institut für Wirtschaftsforschung (Ifo) am Montag mitteilte. Das ist der schlechteste Wert seit Februar 1993. Von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt mit einem geringeren Rückgang gerechnet. Die 7000 befragten Unternehmen schätzten sowohl die Lage als auch die Aussichten schlechter ein als im Vormonat. Der Ifo-Index gilt als wichtigster Frühindikator für die Entwicklung der deutschen Wirtschaft.

9.40 Uhr: Die Einlagen der Banken (Einlagefazilitäten) des Euroraums bei der Europäischen Zentralbank (EZB) sind gestiegen. Über Nacht seien rund 224,19 (Vortag: 202,16) Milliarden Euro angelegt worden, teilte die EZB am Montag in Frankfurt mit. Die Ausleihungen der Banken über die Spitzenrefinanzierung gingen hingegen geringfügig zurück. Sie fielen von 2,17 Milliarden auf 1,89 Milliarden Euro. Das ist ein Spiegel der Spannungen an den Geldmärkten. Besonders hohe Werte signalisieren starke Spannungen. Denn generell meiden die Banken die Möglichkeit, direkt bei der EZB über Nacht Einlagen oder Ausleihungen zu tätigen, da die Zinssätze für diese Geschäfte ungünstig sind.

9.20 Uhr: Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) ist weiter kräftig gesunken. Ein Barrel (159 Liter) aus den Fördergebieten des Kartells habe zuletzt 42,56 US-Dollar gekostet, teilte das OPEC-Sekretariat am Montag in Wien mit. Das waren 1,50 Dollar weniger als am Donnerstag. Damit erreichte der OPEC-Korbpreis den tiefsten Stand seit Mitte Februar 2005.

9.05 Uhr: Der Dax  legt in den ersten Handelsminuten um 63 Punkte (1,5 Prozent) auf 4190 Zähler zu. Händler hatten vor Handelsbeginn mit deutlicheren Gewinnen gerechnet.

8.30 Uhr: Nach der kräftigen Erholungsrally der Wall Street vom Wochenausklang wird auch am deutschen Aktienmarkt am Montag eine freundliche Gegenbewegung erwartet. Der Dax (Kurswerte anzeigen) dürfte rund 3 Prozent fester bei 4251 Punkten in den Handel starten. Händler sehen darin eine technische Gegenreaktion, aber noch keine Trendwende. Positive Impulse gibt laut Händlern die staatliche Hilfe für die angeschlagene Citigroup (Kurswerte anzeigen): Zur Rettung der in der Finanzkrise schwer angeschlagenen Großbank will die US-Regierung nach Medienberichten Bürgschaften in Höhe von bis zu 300 Milliarden Dollar (237 Mrd Euro) übernehmen.

Staatsfonds zieht Geld ab

8.00 Uhr: Der kuwaitische Staatsfonds KIA hat einem Zeitungsbericht zufolge umgerechnet rund drei Milliarden Euro aus dem Ausland abgezogen. Die Kuwait Investment Authority (KIA) wolle stattdessen stärker in der Heimatregion investieren, berichtete die Tageszeitung "Al-Kabas" am Montag. Der Fonds wolle sich wie von der Regierung gewünscht stärker an der heimischen Börse engagieren, die unter der weltweiten Finanzkrise leidet. KIA ist unter anderem an dem Stuttgarter Autokonzern Daimler und der taumelnden US-Großbank Citigroup beteiligt.

7.45 Uhr: Der künftige US-Präsident Barack Obama will heute sein Team vorstellen, mit dem er die US-Finanzkrise meistern will. Die Pressekonferenz ist für 17 Uhr MEZ angesetzt. Obama wird am 20. Januar die Regierungsgeschäfte von US-Präsident George W. Bush Übernehmen: Bereits am Freitag hatte die Meldung, dass der bisherige New Yorker Notenbankchef Timothy Geithner neuer US-Finanzminister werden soll, für Furore an der Wall Steet gesorgt. Der Leitindex Dow Jones (Kurswerte anzeigen) gewann innerhalb der letzten Handelsstunde 6,5 Prozent auf 8046 Punkte. Am Morgen stand der der Future auf den US-Leitindex 513 Punkte über seinem Niveau zum Xetra-Schluss vom Freitag. Die Tokioter Börse blieb feiertagsbedingt geschlossen.

7.30 Uhr: Die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) die Kreditwürdigkeitseinstufung für den Baustoffhersteller HeidelbergerCement weiter zurückgenommen und eine anhaltend negative Aussicht auf die Entwicklung der Bewertung gegeben. Ein Händler sagte: "Das ist leicht negativ und wird die Unsicherheit hoch halten, auch wenn sich HeidelbergCement optimistisch gezeigt hat, seine Schulden Mitte 2010 erfolgreich refinanzieren zu können."

7.00 Uhr: Die asiatischen Märkte haben zum Wochenstart trotz der staatlichen Rettung der US-Großbank Citigroup schwächer geschlossen. Während in Tokio wegen eines Feiertags nicht gehandelt wurde, kämpften die Anleger am Montag an den übrigen Märkten in Fernost gegen die weiterhin düsteren Konjunkturaussichten. Bankentitel standen auf den Verkaufslisten der Anleger ein weiteres Mal ganz oben, darunter die südkoreanische KB Financial Group mit einem Abschlag von rund neun Prozent. Die Märkte in Singapur, Hongkong und Taiwan notierten ebenfalls schwächer. Der Einstieg der US-Regierung mit 20 Milliarden Dollar bei der Citigroup löste in Fernost nur kurzfristig Erleichterung aus. Das US-Finanzministerium und die Einlagensicherung FDIC stellen zudem Bürgschaften für Anlagen im Umfang von bis zu 306 Milliarden Dollar bereit.

6.00 Uhr: Der Euro legt leicht zu. Ein Euro wurde mit 1,2671 Dollar bewertet nach 1,2586 Dollar am Freitag im späten New Yorker Handel. Der Dollar wurde mit 95,36 Yen gehandelt nach 95,85 Yen in den USA. Der Ölpreis zog gleichfalls etwas an. Dazu trugen auch Meldungen bei, die Opec könnte eine Reduzierung der Ölfördermenge noch in dieser Woche beschließen. Ein Fass US-Leichtöl verteuerte sich um 0,7 Prozent und notierte bei 50,62 Dollar.

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