Sonntag, 20. Oktober 2019

Krisenticker Dow schließt auf tiefstem Stand seit 2003

5. Teil: Nikkei schließt auf Wochentief

07.43 Uhr: Angesichts steigender Sorgen über die weltweite Konjunktur hat der Nikkei-225-Index Börsen-Chart zeigenam Mittwoch auf dem tiefsten Stand seit einer Woche geschlossen. Der Leitindex gab um 0,66 Prozent auf 8273,22 Punkte nach. Für den breiter gefassten Topix ging es um 0,96 Prozent auf 827,43 Zähler nach unten. Besonders Handelshäuser wurden von den Ängsten um die wirtschaftliche Entwicklung belastet.

07.20 Uhr: Die Ölpreise haben sich am Mittwoch nach den starken Kursschwankungen vom Vortag wieder stabilisiert und zeigten sich am Morgen kaum verändert. Ein Barrel (159 Liter) Rohöl der US-Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) kostete im asiatischen Handel 54,52 US-Dollar und damit 13 Cent mehr als am Vortag. Ein Barrel Rohöl der Nordseesorte Brent verteuerte sich um vier Cent auf 51,88 Dollar.

06.41 Uhr: Die Volksrepublik China hat Japan als US-Gläubiger überrundet: Wie das US-Finanzministerium am Dienstag (Ortszeit) mitteilte, stieg der von China gehaltene Gesamtwert an solchen Schuldverschreibungen im September von 541,4 Milliarden auf 585 Milliarden Dollar. Dagegen sank der Gesamtwert der japanischen Schatzanleihen gegenüber dem August von 586 auf 573,2 Milliarden Dollar. An dritter Stelle in der Statistik ausländischer Gläubiger liegt Großbritannien mit 338,4 Milliarden Dollar.

06.39 Uhr: Wegen des rückläufigen Absatzes plant der Autohersteller Opel deutliche Produktionskürzungen in fast allen europäischen Werken. Diskutiert wird auch eine Verkürzung der Arbeitszeit, wie Opel-Gesamtbetriebsratsvorsitzender Klaus Franz der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Mittwochausgabe) sagte. Als Konsequenz aus der Krise des US-Mutterkonzerns General Motors müssen ab sofort die Führungskräfte der europäischen Tochterfirmen auf größere Teile ihres Einkommens verzichten. Derweil wird in der Union massive Kritik an der Ankündigung einer staatlichen Bürgschaft für Opel durch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) laut.

06.19 Uhr: Die drei großen Autobauer der USA haben staatliche Finanzhilfen von insgesamt 25 Milliarden Dollar gefordert, um die Unternehmen vor dem Aus zu retten. General Motors, Ford und Chrysler können aber nicht mit schneller staatlicher Hilfe rechnen. Finanzminister Henry Paulson lehnte es ab, einen Teil des 700-Milliarden-Dollar-Pakets für die Banken an die Autokonzerne abzuzweigen. Auch im Kongress wurden am Dienstag Vorbehalte laut.

05.00 Uhr: Der Autobauer Opel braucht laut einem Zeitungsbericht im "schlimmsten anzunehmenden Fall" eine Bürgschaft über 1,8 Milliarden Euro. Dabei gehe es um 1,3 Milliarden Euro für das kommende Jahr und weitere 500 Millionen für 2010, berichtete die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" unter Berufung auf Teilnehmer der Berliner Krisengespräche. Die Bundesregierung will bis Weihnachten über die Gewährung einer Bürgschaft entscheiden.

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