Montag, 19. August 2019

Krisenticker Dow schließt auf tiefstem Stand seit 2003

4. Teil: Ford relativiert seine Notlage

09.46 Uhr: Die Wirtschaftsleistung Spaniens ist im dritten Quartal nach endgültigen Zahlen erstmals seit 15 Jahren gesunken. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sei im Sommer um 0,2 Prozent zum Vorquartal geschrumpft, teilte die spanische Statistikbehörde INE am Mittwoch in Madrid mit und bestätigte damit vorläufige Zahlen. Im zweiten Quartal war die spanische Wirtschaft noch um 0,1 Prozent gewachsen. Belastet wurde das Wachstum im dritten Quartal laut INE vor allem durch schwache Konsum- und Bauausgaben.

Ford: Der Konzern sieht genug Liquidität bis Anfang 2009 - anders als die Wettbewerber
09.38 Uhr: Beim US-Autobauer Ford Börsen-Chart zeigen sind die Absatz- und Liquiditätsprobleme offenbar weniger akut als zuvor dargestellt. Ford habe genügend Cashreserven, um auch bis 2009 zu warten, sofern sich das stattliche Rettungspaket bis Januar verzögere, sagte der für den Amerika-Absatz verantwortliche Ford-Manager Mark Fields am Dienstag. Die Autoverkäufe in den USA dürften Fields zufolge gegenüber dem Vormonat stagnieren, nachdem sie im Oktober auf den tiefsten Stand seit 25 Jahren gefallen waren.

09.33 Uhr: Die Reederei Neptune Orient Lines (NOL) aus Singapur streicht wegen eines "noch nie dagewesenen" Geschäftseinbruchs 1000 Stellen. Die meisten Jobs würden in Nordamerika eingespart, wo die Kosten am höchsten seien, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Weltweit arbeiten rund 11.000 Menschen für die NOL. Die Reederei hatte im vergangenen Monat angekündigt, dass sie die Kapazität auf der Route Asien-Europa um 25 Prozent einschränken werde, die auf der innerpazifischen Route um 20 Prozent. NOL galt lange als aussichtsreicher Bieter für die größte deutsche Reederei Hapag-Lloyd, die jedoch schließlich ein Hamburger Konsortium um den Logistikunternehmer Klaus-Michael Kühne von Tui Börsen-Chart zeigen übernahm.

09.11 Uhr: Der deutsche Aktienmarkt ist am Mittwoch mit kaum veränderten Kursen in den Handel gestartet. Wenige Minuten nach der Eröffnung notierte der Dax Börsen-Chart zeigen bei 4577 Punkten, nachdem er am Vorabend ein halbes Prozent höher bei 4579 Zählern geschlossen hatte. Unter Druck geriet die Aktie von Hypo Real Estate Börsen-Chart zeigen, deren Kurs um rund 6 Prozent fiel. Dagegen zogen Continental-Aktien Börsen-Chart zeigen mit einem Plus von 2 Prozent an die Spitze des Dax. Die Autobranche insgesamt blieb im Blick der Investoren, nachdem am Vorabend General Motors Börsen-Chart zeigen, Ford Börsen-Chart zeigen und Chrysler den US-Senat um Staatshilfen gebeten haben. Die Aktien von Daimler Börsen-Chart zeigen und BMW Börsen-Chart zeigen lagen im frühen Handel bis zu 1,4 Prozent im Minus.

08.42 Uhr: Die Anleger setzen angesichts der düsteren Konjunkturaussichten verstärkt auf europäische Staatsanleihen als sichere Geldanlage. Der für den europäischen Rentenmarkt richtungweisende Kurs des Bund-Future stieg am Morgen zeitweise auf 119,30 Punkte, den höchsten Stand seit zweieinhalb Jahren. Später lag der Terminkontrakt noch 37 Basispunkte im Plus bei 119,13 Punkten. Die zehnjährige Bundesanleihe rentierte mit 3,661 Prozent.

08.33 Uhr: Der US-Automobilkonzern General Motors (GM) Börsen-Chart zeigen erwägt wegen des schwachen Kfz-Absatzes in Nordamerika weitere Produktionskürzungen und Personalmaßnahmen. Geplant seien im kommenden Jahr zusätzliche temporäre Werksschließungen sowie der Abbau von Überstunden bei den Beschäftigten, sagte ein GM-Sprecher am Dienstag in Detroit. Darüber habe das Unternehmen die Arbeiter in den fünf betreffenden Werken, die Pickups und SUV produzierten, bereits informiert. Zur Zahl der von den Maßnahmen betroffenen Mitarbeiter und zum erwarteten Einsparvolumen machte der Sprecher keine Angaben.

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