Autogipfel Opel-Bürgschaft nur unter Bedingungen

Die Bundesregierung will bis Weihnachten über eine mögliche Bürgschaft für den Autobauer Opel entscheiden. Die Rede ist von einem Sicherheitsschirm von mehr als einer Milliarde Euro, hieß es nach dem Treffen zwischen Kanzlerin Merkel und dem Opel-Management. Die Zahlung ist jedoch an Bedingungen geknüpft.

Berlin - Noch sei offen, ob dieser Schritt notwendig sei, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Montag nach ihrem Treffen mit dem Opel-Management in Berlin.

Der Europa-Chef des Opel-Mutterkonzerns General Motors, Carl-Peter Forster, betonte, der Autobauer habe "kein kurzfristiges Liquiditätsproblem". Es gehe nur darum, dass auch "unter den allerschlechtesten Bedingungen" durch eine staatliche Bürgschaft das Überleben gesichert sei. "Wir reden hier nicht über Subventionen, sondern nur über einen Sicherheitsschirm", sagte Forster.

"Geld darf nicht in die USA fließen"

Merkel sagte, das Gespräch mit dem Opel-Management sei äußerst konstruktiv und positiv gewesen. Der Autobauer habe signalisiert, dass mit einer möglichen staatlichen Bürgschaft ein mittelfristiger Liquiditätsbedarf gesichert werden solle. Falls es eine Bürgschaft geben sollte, müssten die Mittel in Deutschland bei Opel bleiben und dürften nicht an die US-Konzernmutter General Motors fließen.

Problematisch sei die 100-prozentige Verflechtung von Opel mit GM, sagte die Kanzlerin. Opel sei ein singulärer Sonderfall. Andere Branchen hätten sich bisher nicht an die Bundesregierung gewandt.

Zum Umfang einer möglichen Bürgschaft sagte Forster, man rede über einen Betrag von "etwas mehr als einer Milliarde Euro". Die genaue Summe müsse aber erst noch in den anstehenden Gesprächen zwischen dem Opel-Management und der Bundesregierung geklärt werden.

manager-magazin.de mit Material von dpa und reuters

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