Landesbanken Niedersachsen stemmt sich gegen Fusion

Das Land Niedersachsen hat das von den Sparkassen vorgeschlagene Fusionsmodell für die Landesbanken abgelehnt. Ein Zusammenschluss zwischen NordLB und HSH NordLB sei eine "Zwangsehe" und mit dem Land nicht zu machen.

Hannover - Nach den Plänen der Sparkassen könnte die Nord/LB mit der HSH Nordbank zusammengehen und dadurch eine "Landesbank Nord" formen. Hintergrund ist ein Vorstoß der Sparkassen, angesichts der Finanzmarktkrise die sieben noch eigenständigen Landesbanken in drei große Blöcke im Norden, in der Mitte und im Süden Deutschlands bündeln wollen.

Doch die Länder melden Bedenken an. "Mit uns hat keiner gesprochen. Es ist immer schlauer, mit den Miteigentümern zu reden, bevor man sich mit Beschlüssen festlegt", sagte Finanzminister Hartmut Möllring (CDU) am Freitag in Hannover.

Möllring betonte: "Der Versuch, Fusionen von außen aufzuzwängen, ist mit uns nicht zu machen. Wir sind nicht auf Brautschau und eine Zwangsehe lehnen wir sowieso ab."

Das Land Niedersachsen ist mit 41,75 Prozent größter Anteilseigner der Nord/LB, das Land Sachsen-Anhalt hält 8,25 Prozent. Drei Sparkassenverbände halten die restlichen 50 Prozent: Der Sparkassen-Verband Niedersachsen 37,25 Prozent, Sachsen-Anhalt 7,53 und Mecklenburg-Vorpommern 5,22 Prozent.

manager-magazin.de mit Material von dpa

Neuordnung: Sparkassen wollen maximal drei Landesbanken

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