Autoabsatz Krisengewinner Dacia, Jaguar und Audi

Die Pkw-Neuzulassungen in Europa sind im Oktober den sechsten Monat in Folge zurückgegangen. Nur wenige Marken trotzen diesem Trend - unter anderem auf der einen Seite der Billighersteller Dacia, auf der anderen die Luxus-Marke Jaguar.

Brüssel - Nur der rumänische Billiganbieter Dacia, die Luxusmarke Jaguar und die VW-Tochter Audi  trotzen der Absatzkrise auf Europas Neuwagenmarkt. Die drei Automobilhersteller waren die Einzigen, die nach Angaben des Verbands der europäischen Automobilhersteller (ACEA) trotz des allgemeinen Absatzrückgangs im Oktober und in den Monaten zuvor mehr Autos verkaufen konnten. Der Gesamtmarkt fiel im Oktober um 14,5 Prozent unter den Vorjahreswert, wie der Verband am Freitag mitteilte.

Laut ACEA ging das Geschäft mit Neuwagen damit im sechsten Monat in Folge zurück. Im Zeitraum Januar bis Oktober betrug der Rückgang verglichen mit dem gleichen Zeitraum des Vorjahres 5,4 Prozent. Als Gründe nannte der Verband die Finanz- und Wirtschaftskrise.

Gegen den Trend verkaufte Renaults  Tochter Dacia im Oktober 78,9 Prozent mehr Fahrzeuge; in den ersten zehn Monaten schafften die Rumänen ein Plus von 45,9 Prozent. Der britische Hersteller Jaguar verkaufte im Oktober 19,5 Prozent mehr Neuwagen und erzielte seit Jahresbeginn ein Absatzplus von 16,0 Prozent. Bescheidener fiel der Zuwachs bei der VW-Tochter Audi aus, die seit Jahresbeginn 0,1 Prozent und im Oktober 3,6 Prozent mehr Wagen verkauft hat.

Sämtliche Autokonzerne - auch die Mutterunternehmen der drei Gewinner-Marken - verbuchten im Oktober starke Einbrüche. Besonders betroffen waren Chrysler (minus 50,3 Prozent), die Jaguar-Land-Rover- Gruppe (minus 36,2 Prozent) und Honda  (minus 27,6 Prozent). Aber auch Toyota , Kia und General Motors (GM)  mit den Marken Opel, Chevrolet und Saab verloren im Oktober mehr als ein Viertel ihres Geschäfts.

manager-magazin.de mit Material von Nachrichtenagenturen

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