Angebot Klatten will Altana komplett übernehmen

Die Quandt-Erbin Susanne Klatten will den Spezialchemiekonzern Altana übernehmen, an dem sie bereits maßgeblich beteiligt ist. Die Milliardärin plant dafür rund 910 Millionen Euro auszugeben, das sind umgerechnet 13 Euro je verbliebener Altana-Aktie. Der Altana-Vorstand und Aufsichtsrat wollen die Offerte nun prüfen.

Bad Homburg - Susanne Klatten strebt die Alleinherrschaft über Altana  an. Die Milliardärin will den Spezialchemiekonzern für rund 910 Millionen Euro komplett übernehmen. Bisher besitzt sie etwas mehr als die Hälfte aller Altana-Anteile, die sie in ihrer Beteiligungsgesellschaft Skion gebündelt hat. Skion wolle den verbliebenen Altana-Aktionären nun freiwillig 13 Euro für deren Altana-Anteile bieten, hat das Unternehmen am Donnerstag in Bad Homburg angekündigt.

Skion strebt nach eigenen Angaben eine "deutliche Erhöhung" der Beteiligung an. Details zu der Offerte sollen im November veröffentlicht werden. Die im Nebenwerteindex MDax  notierte Altana-Aktie war am Mittwoch mit 9,39 Euro aus dem Handel gegangen. Der Altana-Vorstand stehe dem Erwerbsangebot durch SKion grundsätzlich offen gegenüber, sagte Altana-Vorstandschef Matthias Wolfgruber.

"Frau Klatten hat die Altana-Entwicklung AG in den vergangenen Jahren engagiert und unternehmerisch begleitet. Wir schätzen Frau Klatten beziehungsweise die SKion GmbH als eine am langfristigen Erfolg des Unternehmens interessierte Investorin", sagte er. Vorstand und Aufsichtsrat würden nach Veröffentlichung der Angebotsunterlage das Erwerbsangebot eingehend prüfen und eine Stellungnahme dazu abgeben. Klatten ist auch Großaktionärin des Münchener Unternehmens BMW .

Altana legte gleichzeitig Geschäftszahlen für das dritte Quartal vor. Das Unternehmen erwirtschaftete einen Umsatz von 350,7 Millionen Euro, ein Plus von einem Prozent binnen Jahresfrist. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) nahm um 7 Prozent auf 71,7 Millionen Euro zu.

Angesichts der Konjunktureintrübung senkte das Unternehmen erneut seine Erwartungen für dieses Jahr: Nun werde ein Ebitda von rund 260 Millionen Euro erwartet. Zuletzt waren 260 Millionen bis 280 Millionen Euro angepeilt worden, nach 248,5 Millionen Euro im Vorjahr. Der Konzernumsatz solle das Vorjahresniveau erreichen oder leicht darüber liegen.

manager-magazin.de mit Material von ap, dpa und reuters

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