Donnerstag, 20. Juni 2019

SEC-Strafe Siemens stellt eine Milliarde Euro zurück

Der Industriekonzern Siemens legt sich wegen des angestrebten Vergleichs mit der US-Börsenaufsicht SEC in Sachen Schmiergeldskandal rund eine Milliarde Euro zur Seite.

Siemens: Die Milliardenrückstellung wird noch für das Ende September geschlossene Geschäftsjahr verbucht
München - "Der Betrag basiert auf der Einschätzung des Stands der Gespräche mit den Behörden in Deutschland und in den USA durch das Unternehmen", teilte Siemens Börsen-Chart zeigen am Mittwoch mit. Die Summe werde noch im Jahresabschluss für das Ende September geschlossene Geschäftsjahr verbucht. Den Stand der noch laufenden Verfahren werde man über die Mitteilung hinaus nicht weiter kommentieren.

Dennoch rechnet Siemens Unternehmenskreisen zufolge offenbar mit einer Strafe der US-Börsenaufsicht SEC in Höhe der jetzt gemeldeten Rückstellung. "Wenn eine andere Summe antizipiert worden wäre, wäre die Rückstellung anders ausgefallen", sagte eine mit dem Vorgang vertraute Person am Mittwoch. Die Geldbuße fiele damit deutlich geringer aus als von den meisten Experten erwartet. Es gibt allerdings noch keine Entscheidung der SEC.

manager-magazin.de mit Material von reuters und dpa

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