Krisenticker Wall Street schließt im Plus

Versöhnlicher Wochenausklang auch an der New Yorker Börse: Dow Jones und Nasdaq Composite beenden den Handel im Plus. Skeptiker misstrauen der Erholung, sehen die Finanzkrise noch längst nicht als ausgestanden an. So steht Millionen US-Immobilienbesitzern, die ihr Haus mit Kredit finanziert haben, das Wasser bis zum Hals. Verfolgen Sie den Krisenticker auf manager-magazin.de.

21.08 Uhr: Die US-Aktienindizes haben die im Handelsverlauf zeitweilig hohen Gewinne am Freitag nicht halten können. Aber immerhin schließen auch sie wie die deutschen Aktienmärkte im Plus und sorgen für einen versöhnlichen Wochenausklang. Manchem Skeptiker ist der Kursanstieg allerdings nicht geheuer. So hat der Dax allein in der zurückliegenden Handelswoche um fast 800 Punkte zugelegt. Sicher, viele schlechte Nachrichten gelten in den Kursen mittlerweile als eingepreist. Doch die Ökonomien diesseits und jenseits des Atlantiks gelten als angeschlagen. Und die US-Verbraucher, das zeigten neue Daten in dieser Woche zum dritten Quartal, schrauben ihren Konsum weiter zurück. Bedenkliche Konjunkturdaten gab es auch heute aus den USA. Viele Beobachter schließen eine den ganzen Globus umspannende Rezession nicht mehr aus.

Sei es drum: Der Dow Jones , der Index der Standardwerte, ging am Freitag 1,6 Prozent höher bei 9325 Punkten aus dem Handel. Der breiter gefasste S&P-500 gewann 1,5 Prozent auf 968 Zähler. Der Index der Technologiebörse, der Nasdaq Composite , legte 1,3 Prozent auf 1720 Stellen zu.

Händlern zufolge vermehrten sich die Anzeichen für ein Tauwetter an den Kreditmärkten. Deshalb hätten die Investoren vor allem bei den in der Vergangenheit arg unter die Räder gekommenen Finanzwerten wieder zugegriffen. Sie zählten auch zu den größten Gewinnern.

JPMorgan legten als bester Wert im Dow um 9,65 Prozent auf 41,25 US-Dollar zu. Bank of America  kletterten dahinter um 6,10 Prozent auf 24,17 Dollar. American Express beendeten den Handel 5,53 Prozent höher bei 27,50 Dollar.

General Motors  (GM) rutschten mit einem Abschlag von 4,78 Prozent auf 5,78 Dollar auf den letzten Platz im Dow Jones. Einem Bericht der "Detroit Free Press" zufolge können der verlustreiche Autobauer und sein ebenfalls angeschlagener Branchenkollege Chrysler bei einer Fusion vorerst nicht mit den erhofften Staatshilfen rechnen.

20.34 Uhr: Das wegen der Finanzkrise vom Staatsbankrott bedrohte Island führt nach eigenen Angaben Gespräche mit der EU über ein mögliches Darlehen. Die Entscheidung liege nun in den Händen der Kommission und müsse noch durch das EU-Parlament, sagte eine Sprecherin von Ministerpräsident Geir Haarde am Freitag. Obwohl Island kein Mitglied der Gemeinschaft sei, gehe sie davon aus, dass das Hilfspaket auch einigen ausgewählten Nachbarländern offenstehe. Island ist wie kein anderes europäisches Land in den Finanzstrudel geraten. Der Staat hat bereits beim Internationalen Währungsfonds, bei seinen nordischen Nachbarn und Russland um finanzielle Hilfen gebeten.

20.00 Uhr: Es sind vor allem Kursgewinne von Finanztiteln, die am Freitagabend (MEZ) die Aktienmärkte in New York antreiben. Der Dow Jones  gewinnt 2,5 Prozent auf 9411 Punkte. Der Technolgie-Index Nasdaq Composite  rückt um 2,1 Prozent auf 1733 Zähler vor. Händlern in New York zufolge lockten die niedrigen Kurse der Finanztitel die Investoren, um wieder in den Markt einzusteigen. Zudem verdichteten sich die Anzeichen für eine Lockerung der Kreditklemme. Den Kursanstieg bremsten aber Konjunkturdaten, die weitere Anzeichen für eine deutliche Abkühlung der Wirtschaft lieferten.

19.26 Uhr: Das ukrainische Parlament hat am Freitag ein Gesetzespaket für Wirtschaftsreformen verabschiedet und damit den Weg für einen Kredit des Internationalen Währungsfonds (IWF) über 16,5 Milliarden Dollar frei gemacht. Die ukrainische Zentralbank warnte am Mittwoch, dass ohne die IWF-Hilfe mehrere große Banken und Unternehmen zahlungsunfähig werden könnten.

19 Uhr: Nahezu jeder fünfte Hausbauer oder -käufer in den USA droht der Zwangsverkauf seiner Immobilie. Bald könnten es sogar 25 Prozent sein. Die Hypothekenschulden von 7,63 Millionen Immobilien oder 18 Prozent seien höher als der Wert der Häuser, heißt es in der am Freitag veröffentlichten Untersuchung von First American Corelogic. 2,1 Millionen Immobilien drohe dasselbe Schicksal, wenn die Preise um weitere 5 Prozent fallen sollten. Die Hypothekenkrise konzentriere sich auf die Bundesstaaten Arizona, Kalifornien, Florida, Georgia, Michigan, Nevada und Ohio. Hier seien 64 Prozent aller Immobilienkredite notleidend, obwohl in den sieben Staaten nur 41 Prozent aller Hypothekendarlehen vergeben wurden. 68 Prozent aller erwachsenen US-Bürger sind Immobilien-Besitzer. Zwei Drittel von ihnen haben sich dafür bei Banken verschuldet.

18.30 Uhr: An der New Yorker Wall Street ziehen die Kurse weiter an. Der Dow Jones  baut seine Gewinne zwischenzeitlich auf 2,1 Prozent oder 9368 Punkte aus.

18 Uhr: Der Autobauer Daimler will mit einem Stellenabbau auf die Absatzkrise der Branche reagieren. Der Konzern will sich in allen Mercedes-Benz-Werken von Verwaltungskräften und produktionsnahen Mitarbeitern trennen. Einem Reuters vorliegenden Mitarbeiter-Brief zufolge bietet die Personalabteilung des größten Produktionswerks Sindelfingen diesem Mitarbeiterkreis an, freiwillig über Frühpensionierung, Altersteilzeit oder Ausscheidensvereinbarungen das Unternehmen zu verlassen. In dem Mitarbeiter-Schreiben heißt es, diese Möglichkeiten ständen allen Standorten von Mercedes-Benz-Pkw offen. Daimler wollte sich zu dem Brief nicht im Detail äußern. Mercedes-Benz hatte zuletzt im Jahr 2005 Stellen abgebaut und sich von 8500 Mitarbeitern über teure Abfindungsvereinbarungen getrennt.

17.45 Uhr: Nach schwachem Start dreht der Dow Jones wieder ins Plus. Der Dax  baut daraufhin seine Gewinne aus und legt bis Handelsschluss auf Xetra um 2,4 Prozent zu. Trotz der Kursgewinne um rund 16 Prozent in dieser Woche war es insgesamt ein schwarzer Oktober für den Dax: Der Deutsche Leitindex hat binnen Monatsfrist rund 14 Prozent an Wert verloren. Der Dow Jones verbuchte gar (Stand 30.10.) den größten Kursrutsch seit 20 Jahren.

15.31: Gerüchte verdichten sich, dass die Fusion der US-Autobauer General Motors (Kurswerte anzeigen) und Chrysler vorerst nicht zustande kommt. Mit der Absage des Finanzministeriums, den beiden Konzernen bei ihrem Zusammenschluss finanziell unter die Arme zu greifen, seien die Pläne in eine Sackgasse geraten und würden mindestens bis nach der Präsidentenwahl am Dienstag ausgesetz, heißt es in Finanzkreisen. GM und Cerberus wollen die Informationen nicht kommentieren. An der New Yorker Börse rutscht der Dow  leicht in die Verlustzone.

15.10 Uhr: Die Deutsche Börse reagiert auf die Kurskapriolen der Aktie von Volkswagen  mit einer Änderung des Index-Leitfadens. Künftig kann bei hohen Kursausschlägen und einer zu hohen Gewichtung in einem Index ein Wert aus dem Dax, MDAX oder SDax außerhalb der regulären Anpassungstermine entfernt werden.

15 Uhr: Der Dow Jones  pendelt nach schwachem Start um den Vortagesschluss. Schwache Konjunkturdaten bremsen: In der Region Chicago hat sich die Stimmung der Einkaufsmanager im Oktober drastisch verschlechtert. Dem Dow Jones  droht zum Ende des Monats Oktober der schlechteste Monat seit 20 Jahren. Auch der breitere Index S&P hatte bis zum 30. Oktober 18 Prozent an Wert verloren: Dies ist auf einer Punktebasis der höchste Monatsverlust in der Geschichte des US-Index.

Immobilienfonds schließen - 15 Milliarden Euro auf Eis

14.55 Uhr: Im Sog der Finanz- und Immobilienkrise ist Spaniens Wirtschaft im Sommer erstmals seit 15 Jahren geschrumpft. Das Bruttoinlandsprodukt ging im abgelaufenen Vierteljahr um 0,2 Prozent zum Vorquartal zurück, wie aus den am Freitag von der Notenbank vorgelegten Projektionen hervorgeht. Zum Vorjahr ergibt sich demnach allerdings noch ein Plus von 0,9 Prozent. Insbesondere die Krise am Bau nach dem jähen Ende des langjährigen Immobilienbooms und der schwächelnde Konsum lasteten auf der Wirtschaft. Zugleich warnte die Notenbank davor, dass Spanien trotz des nachlassenden Inflationsdrucks und sinkender Rohstoffpreise im Strudel der globalen Finanzmarktturbulenzen noch tiefer in die Krise abrutschen könnte.

14.21 Uhr: Die deutsche Industrie muss sich nach einer Prognose des Deutsche Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) im Abschwung auf eine längere Durststrecke einstellen. Die Produktion werde 2009 voraussichtlich um 0,6 Prozent schrumpfen, teilte das DIW am Freitag auf einer Industrie-Tagung in Berlin mit. "Zu den Hauptursachen zählen die Absatzflaute der Automobilindustrie und Nachfragerückgänge in Schlüsselbranchen wie der chemischen Industrie oder dem Maschinenbau", sagte DIW-Expertin Dorothea Lucke. Bereits in der zweiten Jahreshälfte 2009 sei aber wieder mit einem Wachstum für die Industrie zu rechnen.

13.25 Uhr: Die Hypo Real Estate (Kurswerte anzeigen) darf eine Sonderliquiditätshilfe der Bundesbank über 15 Milliarden Euro in Anspruch nehmen. Zuvor hatte die Hypotheken- und Pfandbriefbank mehrere Kreditlinien über insgesamt 50 Milliarden Euro zugesichert bekommen.

12.50 Uhr: Der Server- und Softwarehersteller Sun Microsystems (Kurswerte anzeigen) hat einem Milliardenverlust erlitten. Das Unternehmen stürzte vor allem wegen enormer Abschreibungen mit einem Nettoverlust von 1,68 Milliarden US-Dollar tief in die roten Zahlen.

12.25 Uhr: Die Europäische Kommission hat die französischen und niederländischen Rettungspakete für die Finanzbranche gebilligt. Die Hilfen seien ein effizientes Instrument, um Vertrauen am Markt aufzubauen, sagte Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes am Freitag. Zudem stellten diese sicher, dass sich die Finanzinstitute kurz- und mittelfristig ausreichend mit Kapital versorgen könnten. Größere Behinderungen des Wettbewerbs seien nicht zu erwarten. Am Dienstag hatte die Brüsseler Behörde bereits den rund 500 Milliarden schweren Schutzschirm der Bundesregierung genehmigt.

12.05 Uhr: Fondsgesellschaften haben bereits acht Immobilienfonds schließen müssen, weil zu viele Anleger schnell Geld aus den Fonds abgezogen haben. Nach Angaben des Bundesverbandes Investment und Asset Management geht es bei den vorübergehend geschlossenen Fonds um ein Volumen von etwa 15 Milliarden Euro.

11.36 Uhr: Der weltgrößte Computerchip-Hersteller Intel  rechnet mit weit reichenden Problemen durch die Auswirkungen der Finanzkrise. Wichtige Zulieferer könnten insolvent gehen und dadurch die Produktion verzögern, teilte das Unternehmen mit. Auch besteht die Befürchtung, dass Kunden pleite gehen oder keine Kredite mehr bekommen. Außerdem erwartet der Konzern negative Auswirkungen auf die eigene Finanzierung. Die Finanzkrise könnte auf diesem Wege zahlreiche Unternehmen aus der Technologiebranche erreichen.

Autoindustrie droht enormer Produktionsausfall

11.00 Uhr: Der Autoindustrie in Westeuropa und den USA droht nach einer Studie bis 2011 ein Produktionsausfall von insgesamt mehr als fünf Millionen Personenwagen. In der EU-15 werden die Hersteller zwischen 2008 und 2011 rund eine Million Fahrzeuge weniger herstellen als bislang geplant, heißt es in einer Studie der Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers. Für die USA fällt die Schätzung sogar um rund 4,3 Millionen Pkw niedriger aus.

10.25 Uhr: Die globale Finanzkrise wird das rasante chinesische Wirtschaftswachstum in diesem und im nächsten Jahr bremsen. Zwar sollten 2008 immer noch 9,8 Prozent Zuwachs erreicht werden, doch mache die weltweite Konjunkturschwäche ein zweistelliges Wachstum wie noch im ersten Halbjahr unmöglich, berichtet das Staatliche Informationszentrum (SIC).

Die Auswirkungen dürften sich schrittweise verstärken, so dass sich die Wirtschaftsplaner 2009 darauf konzentrieren müssten, wie schnelles Wachstum gesichert werden könne, hieß es in dem SIC-Bericht Eine aktive Geldpolitik sei nötig. Das Wachstum in der Exportnation Deutschland hängt in besonderem Maße vom weiteren Wachstum in den Schwellenländern ab.

10.11 Uhr: Die größten japanischen Banken haben wegen fauler Kredite und Anlageverlusten ihre Jahresprognosen zusammengestrichen. Branchenführer Mitsubishi UFJ Financial nahm am Freitag seine Gewinnvorhersage um zwei Drittel auf umgerechnet 1,8 Milliarden Euro zurück. Die Nummer zwei Mizuho Financial halbierte ihre Prognose auf zwei Milliarden Euro. Die Nummer drei Sumitomo Mitsui Financial Group  hatte erst kürzlich die Gewinnerwartung um 63 Prozent gesenkt. Japans zweitgrößtes Brokerhaus Daiwa Securities Group  wies am Freitag aus ähnlichen Gründen einen Quartalsverlust von 167 Millionen Euro aus.

9.20 Uhr: Die schlechtere wirtschaftliche Lage hinterlässt offenbar erste Spuren im Einzelhandel. Die Umsätze gingen im September im Vergleich zum Vormonat preisbereinigt um 2,3 Prozent zurück, wie das Statistische Bundesamt am Freitag unter Auswertung der Zahlen von sieben Bundesländern mitteilte. Im Vergleich zum Vorjahresmonat setzten die deutschen Einzelhändler im September preisbereinigt 1,2 Prozent mehr um. Allerdings hatte der September in diesem Jahr einen Verkaufstag mehr als der September 2007.

9.12 Uhr: Die britische Großbank Barclays  will sich unter anderem bei einer Investorengruppe aus Qatar frisches Kapital besorgen. Geplant sei eine Kapitalerhöhung im Umfang von 7,3 Milliarden Pfund (9,3 Milliarden Euro), teilte das Institut am Freitag in London mit. Mit der Maßnahme will das Institut den höheren Kapitalanforderungen der Regierung für alle Banken aus Großbritannien gerecht werden. Die Schlussdividende für 2008 soll nach wie vor gestrichen werden.

8.52 Uhr: Der Bund steht möglicherweise vor einem Einstieg bei der Commerzbank . Das zweitgrößte deutsche Geldhaus habe Interesse daran, sich über den Rettungsfonds der Regierung frisches Eigenkapital zu besorgen, sagten mehrere mit den Überlegungen vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Der Aufsichtsrat werde auf der für Dienstag geplanten Sitzung mit Vorstandschef Martin Blessing über eine Teilnahme an dem 480 Milliarden Euro schweren Hilfsfonds beraten, sagte ein Mitglied des Kontrollgremiums. Entschiede sich die Bank für eine Kapitalspritze des Bundes, bekäme die Regierung direkten Einfluss auf die Geschäftspolitik. Ein Commerzbank-Sprecher betonte lediglich, die Bank prüfe weiter das Maßnahmenpaket der Regierung.

Deutsche Kaupthing-Kunden planen Reise nach Island

8.32 Uhr: Der Kurs des Euro hat am Freitag nach einem deutlichen Anstieg in den vergangenen Handelstagen einen großen Teil der Gewinne wieder abgeben müssen. Händler begründeten die Kursverluste mit weiteren Hinweisen, die auf eine Zinssenkung der Europäischen Zentralbank (EZB) in der kommenden Woche hindeuteten. Im frühen Handel stand die Gemeinschaftswährung bei 1,2700 Dollar, nachdem sie im Verlauf der Woche die Marke von 1,30 Dollar zeitweise deutlich übersprungen hatte. Ein Dollar kostete zuletzt 0,7865 Euro. Die EZB hatte den Referenzkurs am Donnerstag noch auf 1,3035 (Mittwoch: 1,2770) Dollar festgesetzt.

8.05 Uhr: Deutsche Sparer der isländischen Kaupthing-Bank wollen womöglich nach Reykjavik reisen, um dort ihr Geld einzufordern. "Ich werde meinen Mandanten vorschlagen, darüber nachzudenken", sagte Anwalt Wilhelm Segelken der "Berliner Zeitung". Der Jurist vertritt die Interessengemeinschaft deutscher Kaupthing-Sparer. Sie wollen sich am Samstag in Berlin beraten, wie sie an ihre eingefrorenen Konten kommen. Die Deutschland-Tochter der isländischen Kaupthing-Bank wurde Anfang Oktober geschlossen. Seither warten die rund 30.000 deutschen Sparer auf ihr Geld. Es ginge um "insgesamt rund 308 Millionen Euro", sagte Segelken dem Blatt.

7.06 Uhr: Der japanische Nikkei-Index  schließt mit etwa 5 Prozent im Minus. Händler hatten auf eine deutlichere Senkung des Leitzinses durch die Zentralbank gehofft.

6.06 Uhr: Die japanische Zentralbank hat den Leitzins von 0,50 Prozent auf 0,30 Prozent gesenkt. Notenbankgouverneur Masaaki Shirakawa gab dabei die ausschlaggebende Stimme ab, da vier Ratsmitglieder gegen eine Zinssenkung und die übrigen vier für einen solchen Schritt waren. Es ist das erste Mal seit sieben Jahren und sieben Monaten, dass die Bank von Japan die Zinsen senkte.

Nur einzelne Experten hatten zuvor eine Zinssenkung zur Ankurbelung der japanischen Wirtschaft erwartet. Am Vortag wurde in Marktkreisen spekuliert, dass die japanische Zentralbank bei ihrer Ratssitzung möglicherweise den Leitzins von derzeit 0,5 Prozent senken wird - und zwar um 0,25 Prozentpunkte.

manager-magazin.de mit Material von Nachrichtenagenturen

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