Kurzarbeit Bosch drosselt Produktion

Bislang gab sich der Autozulieferer Bosch zuversichtlich: Die Produktion könne ohne Einkommenseinbußen für die Beschäftigten zurückgefahren werden. Doch angesichts der Krise im Autobau spielt das Unternehmen nun laut Medienberichten auch andere Varianten durch.

Frankfurt am Main - Der Stuttgarter Autozulieferer Bosch erwägt wegen der schlechten Auftragslage Arbeitszeitverkürzungen und Kurzarbeit. Bereits seit geraumer Zeit liefen Gespräche mit dem Betriebsrat, um neben dem Abbau von Überstunden auch diese beiden Möglichkeiten des Tarifvertrags zur Beschäftigungssicherung nutzen zu können, sagte ein Bosch-Sprecher der Zeitung "Stuttgarter Nachrichten" laut Vorabmeldung.

Das Unternehmen hat der Zeitung zufolge nach dem Tarifvertrag die Möglichkeit, die wöchentliche Arbeitszeit von 35 auf 30 Stunden zu verkürzen. Reiche das nicht aus, könne der Arbeitgeber in Abstimmung mit dem Betriebsrat die Arbeitszeit noch weiter verkürzen und für die Mitarbeiter Kurzarbeitergeld beantragen. Anders als beim Abbau von Überstunden wirken sich die Verkürzung der Arbeitszeit und Kurzarbeit auch auf das laufende Gehalt der Mitarbeiter aus.

Noch Anfang Oktober hatte Betriebsratschef Alfred Löckle gegenüber den "Stuttgarter Nachrichten" erklärt, angesichts der hoch flexiblen Arbeitszeiten ließen sich "in diesem Jahr auch größere Produktionskürzungen meistern, ohne dass die Beschäftigten finanzielle Einbußen haben". Bosch erwäge damit früher als Daimler  Produktionskürzungen, die sich auch auf das Gehalt auswirken, heißt es in dem Bericht.

manager-magazin.de mit material von dpa-afx und reuters

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